Berufsfeuerwehr im Einsatz

Bei 30 Grad Sommerhitze - Kleinkind in Auto eingesperrt - Feuerwehr reagiert sofort

Feuerwehr
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Ein Rettungsfahrzeug der Feuerwehr ist im Einsatz.

Tragisches Versehen am Westkreuz in Aubing: Eine Mutter sperrte versehentlich ihre zweijährige Tochter im Auto ein – bei 30 Grad Außentemperatur.

München – Im Sommer kann sich ein Auto ziemlich aufheizen. Und trotzdem kommt es immer mal wieder vor, dass Haustiere oder Kinder darin eingeschlossen werden. Das endet hin und wieder sogar tödlich. Die amerikanischen Forscher Andrew Grundstein, John Dowd, und Vernon Meentemeyer haben die Hitzeentwicklung im Inneren eines Autos im Rahmen einer Studie für die „American Meteorological Society“ untersucht. Sie fanden heraus, dass sich das Autoinnere bei einer Temperatur von 30 Grad in nur fünf Minuten auf 34 Grad erhöht, nach 30 Minuten misst man sogar 46 Grad und nach einer Stunde unerträgliche 56 Grad. In München musste die Berufsfeuerwehr nun genau dieses Schreckensszenario abwenden.

Mitten in München: Kind bei Sommerhitze im Auto eingesperrt

Als eine Mutter am Parkplatz hinter sich die Autotür zuwarf, hörte sie das Klicken der Zentralverriegelung. Das Problem: Ihre zweijährige Tochter befand sich noch im Wagen – und dort befand sich, wie die junge Frau erschreckt feststellen musste, auch ihr Autoschlüssel! Das Münchner Wetter zu dem Zeitpunkt: Heiße 30 Grad. Die Mutter erkannte schnell, dass die das Auto alleine nicht aufbekommen würde, und reagierte genau richtig: Sie rief die Feuerwehr und schilderte ihr die Lage. Kurze Zeit später rückten die Einsatzkräfte an und widmeten sich der verzwickten Situation. Während der Wartezeit hatte die Mutter ihre Tochter mit Videos auf ihrem Smartphone abgelenkt und so die Situation unter Kontrolle gehalten.

München: Berufsfeuerwehr befreit Zweijährige aus Auto

Die angerückte Berufsfeuerwehr machte mit der Situation kurzen Prozess: Die hintere Seitenscheibe wurde eingeschlagen und das Auto so von innen geöffnet werden. Endlich konnte die Mutter ihr unverletztes Kind wieder in die Arme schließen – die Erleichterung muss spürbar gewesen sein. Einem Sprecher der Polizei zufolge habe sich das Mädchen jedoch in keiner akuten Gefahr befunden: „Das Kind war ja keine Minute lang unbeaufsichtigt.“ Im Anschluss klebte die Feuerwehr noch eine Plastikfolie über das eingeschlagene Fenster und ermöglichte so die Weiterfahrt für die Mutter und ihre zweijährige Tochter. (fh)

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