70.000 Euro Sachschaden verursacht

Kita-Einbrüche: Polizei schnappt Verdächtige - nicht die ersten Straftaten der sechs jungen Männer

Zwei Hände sind hinter dem Rücken in Handschellen
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Da klicken die Handschellen: Die Polizei hat sechs Verdächtige im Fall der Kita-Einbrüche festgenommen. (Symbolbild)

Die Polizei hat sechs Männer festgenommen, die für die Einbrüche in Kitas verantwortlich sein sollen. Allesamt waren schon zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

München - Sie sollen im vergangenen Jahr 65 Mal in Kitas und Kindergärten im Münchner* Osten eingebrochen sein: Nach intensiven Ermittlungen hat die Polizei jetzt sechs Männer im Alter von 20 bis 29 Jahren festgenommen. Die drei Hauptverdächtigen, zwei 29-Jährige und ein 24-Jähriger, sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Sie müssen sich wegen besonders schweren Diebstahls verantworten. Bei ihren Diebeszügen hatten die Kita-Gangster mehrere 10.000 Euro erbeutet und einen Sachschaden von rund 70.000 Euro verursacht.

Kita-Gauner geschnappt: Verdächtige sind bereits polizeibekannt

Die ersten Banden-Mitglieder hatte die Polizei* bereits im Juni 2020 geschnappt. Damals war der Zusammenhang der einzelnen Fälle aber noch unklar. Im Oktober sprach die Polizei gegenüber unserer Zeitung schließlich von „Serien-Tätern“. „Inzwischen konnten wir alle beteiligten Tatverdächtigen ermitteln“, sagt Polizeisprecherin Claudia Künzel.

Die jungen Männer sind polizeilich bekannt: wegen Diebstahls, Körperverletzung und vor allem Betäubungsmittel-Delikten. Es ist davon auszugehen, dass die Beute der Diebeszüge für die Beschaffung von Drogen verwendet wurde. Wie Ex-Einbrecher und Buchautor Hermann Wenning unserer Zeitung sagte, sei dies im Schnitt bei jedem dritten Einbruch in Deutschland der Fall.

Seit Anfang März waren die Gauner in Perlach, Neuperlach, Ramersdorf und Berg am Laim aktiv. Die Ermittlungen dauern noch an. (laf) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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