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Klimakrise: Flaucherfranzl klebt sich an Heizkörper – und muss Anfeindungen hinnehmen

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Flaucherfranzl protestiert
Der Flaucherfranzl während seiner umstrittenen Protest-Aktion. © fkn

Der Schriftverkehr rund um sein Büro war zeitweise gestört. tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl wollte mit einer Protest-Aktion in München aufrütteln.

Ein „Weiter so“ konnte es nicht mehr geben, Rufe nach einem Umdenken waren zu lange unerhört geblieben. Am Mittwochmorgen schritt der Flaucherfranzl zur Tat – und klebte sich an den defekten Heizkörper in seinem Büro. Beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) hatte er seine Aktion vorab angekündigt.

„Als Mindestziel gebe ich aus, dass die Durchschnittstemperatur um drei Grad steigen muss“, erklärte der mit Stirnband und Schal ausgerüstete tz.de-Kolumnist, während sein Vorgesetzter heftig an ihm rüttelte.

„Dass ich heute mehrere Liter Tee getrunken habe, war keine gute Idee“, musste der Aktivist schon am Vormittag eingestehen. Für seine hüstelnden Kollegen im Homeoffice wolle er jedoch weiter stark bleiben.

Klimakrise im Büro: Protest-Aktion sorgt für Verzögerungen im Schriftverkehr

Trotz hitziger Diskussionen auf den Bürogängen und teils heftiger Anfeindungen gegen den Aktivisten („Wegen dir müssen wir jetzt unseren Jour fixe verschieben“) verzichtete die Polizei darauf, eine Streife zu entsenden. Kurz vor Feierabend ließ sich der erschöpfte Kolumnist durch den Betriebsarzt vom Heizkörper lösen. Die Wirksamkeit seines Protests erwies sich bereits am folgenden Morgen.

Am Donnerstag betrat der Flaucherfranzl ein wohlig warmes Büro, sein lokales Temperaturziel war erreicht. Trotz der erfolgten Reparatur des Heizkörpers sei Präventivgewahrsam für den Kolumnisten nicht ausgeschlossen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Noch stellen wir bei ihm allerdings keine beharrliche Wiederholungsgefahr fest.“

Während der Protest-Aktion am Mittwoch kam es rund um München zu erheblichen Verzögerungen im Schriftverkehr.

Flaucherfranzl auf tz.de

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