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Drogen-Skandal in München: Urteil gefallen! Heftige Strafe für Wiesn-Wirt

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Von: Andreas Thieme

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Ludwig Reinbold (34) soll laut Staatsanwaltschaft Kokain konsumiert haben
Wiesn-Wirt Ludwig Reinbold (34) soll laut Staatsanwaltschaft Kokain konsumiert haben © API (c) Michael Tinnefeld

Bittere Pleite vor dem Amtsgericht! Wiesn-Wirt Ludwig Reinbold (34) wurde wegen Drogenerwerbs verurteilt. Er hatte vier Gramm Kokain gekauft und muss nun eine heftige Strafe zahlen.

München - Aschfahl nahm er sein Urteil entgegen: Schuldig im Sinne der Anklage! Wiesn-Wirt Ludwig Reinbold wurde am Amtsgericht wegen Drogenbesitzes verurteilt. Im Dezember 2017 hatte er vier Gramm Kokain von einem Dealer gekauft - doch der verriet ihn später an die Polizei, als er selbst geschnappt worden war. So kam es zum Ermittlungsverfahren gegen Reinbold, der sich gestern vor dem Strafgericht verantworten musste.

Drogen-Skandal in München: Urteil gefallen! Heftige Strafe für Wiesn-Wirt

Zu den Vorwürfen schwieg der Wiesn-Wirt. Doch die Beweise gegen ihn waren erdrückend. Nicht nur der Dealer identifizierte Reinbold, sondern auch ein früherer Kumpel von ihm sagte umfassend aus. Demnach fanden über dem Franziskaner-Wirtshaus in der Residenzstraße regelmäßig wilde Partys bis in die Morgenstunden statt, bei denen teilweise auch Kokain bestellt worden sei. Mindestens fünf Mal habe Reinbold in diesem Zusammenhang Kokain konsumiert, sagte der Wirte-Spezl aus.

In Deutschland ist der Konsum an sich nicht strafbar, sondern nur der Erwerb und Besitz von Drogen. Eine Haarprobe hat nachgewiesen, dass Reinbold über einen längeren Zeitraum „intensiv“ konsumiert hat. Laut Staatsanwaltschaft geht es nicht nur um Kokain, sondern auch um die Modedroge MDMA. Dass der Wirt ein Drogenproblem hat, wurde vor Gericht offensichtlich. Verurteilt wurde er aber nur wegen des einmaligen Kaufes.

München: Wiesn-Wirt verurteilt - Strafe jetzt fix

Gegen Reinbold hatte die Staatsanwaltschaft sogar 160 Tagessätze in Höhe von 800 Euro gefordert - also 128.000 Euro Strafe. In dem Fall wäre er auch vorbestraft und damit seine Konzession als Wirt stark gefährdet gewesen. Doch die Richterin ließ Milde walten und setzte die Strafe auf 90 Tagessätze fest - damit bleibt Reinbold offiziell unter der Vorstrafengrenze.

Der Wiesn-Wirt im Drogensumpf: Ob die Staatsanwaltschaft in Berufung geht, ist noch nicht klar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehr in Kürze bei tz.de

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