Kommentar

Beschämende Entwicklung: München nach dem Lockdown - Was ist los mit euch?

tz.de-München-Redakteur Lucas Sauter Orengo kommentiert.
+
tz.de-München-Redakteur Lucas Sauter Orengo kommentiert.

Das Leben in München kehrt nach einem langen Corona-Winter wieder zurück. Doch genau das bringt auch viele Schattenseiten mit sich. München-Redakteur Lucas Sauter Orengo kommentiert.

Was hat man sich nicht danach gesehnt. Freunde treffen, keine Ausgangssperre, Gastro auf - kurzum: Das Ende des nervtötenden Corona-Lockdowns in München. Doch was sich seit dem Shutdown-Ende an unzähligen Orten in der City abspielt, lässt einen fassungslos zurück.

Egal ob an der Uni, im Englischen Garten oder in der Maxvorstadt. Die große Frage bleibt immer dieselbe: Was ist los mit den Leuten? Klar, großartig Lust sich nach diesem Winter weiter an jede Regel zu halten hat keiner mehr. Doch fast meint man, das Feiern nach Corona sei zu einer Art "Kampf-Party-Marathon" mutiert, bei dem viele über die Ziellinie hinauszuschießen scheinen.

München: Von der Isar bis zur Maxvorstadt - Scherben und Müll, wohin das Auge reicht

Die Isar, vom Flaucher bis zum Deutschen Museum, kommt eher einem Sammelbecken für Kippenstummel gleich. Augustiner-Scherben am Ufer machen das Bade-Vergnügen am Tag danach zum Minenfeld-Erlebnis. Auf der Ludwigstraße entlang der Uni müssen Radler Slalom fahren, um sich ihre Reifen nicht an den großzügig verteilten Bierscherben aufzuschlitzen. Und die Maxvorstadt? Anwohner dürfen sich nach einer schlaflosen Nacht über ein Pfandflaschen-Paradies freuen. Berge von Verpackungsmüll am „Tag danach“ setzen dem Ganzen dann die Krone auf. Höchstleistungen der Reinigungstrupps sind nötig, um dieser Herausforderung Herr zu werden.

Kommentar: München versinkt im Müll - Lernt‘s, wieder angemessen zu Feiern

Es ist mehr als klar, dass der Shutdown elend lang und unerträglich war. Jedem seien Partys und Lebensfreude mehr als gegönnt. Doch das, was in München seit vielen Wochen abgeht, ist beschämend. Auch nach einem zähen Winter gilt: Nehmt's eure Hinterlassenschaften mit, schaut's auf eure Mitmenschen und lernt's wieder angemessen zu Feiern - ohne euch derartig aufzuführen.

Auch interessant

Kommentare