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Kriminelle zocken Senioren ab

Enkeltrick-Betrugsfälle häufen sich

München - Sie nutzen die Hilfsbereitschaft älterer Menschen aus und betrügen sie um hohe Geldbeträge: Elf Fälle versuchten Enkeltrick-Betrugs wurden nun in München und Krailling gemeldet.

Sie geben sich als alte Bekannte oder Verwandte aus und fordern hohe Bargeldbeträge: Im Stadtgebiet von München und den umliegenden Landkreisen treiben derzeit wieder Enkeltrick-Betrüger vermehrt ihr Unwesen. Allein am Dienstag gab es in München und Krailling elf bei der Polizei angezeigte Fälle versuchten Betruges, wie die Beamten am Mittwoch mitteilte.

Alle Senioren erkannten den Trick schnell und wandten sich an Verwandte oder Polizei. Unklar ist doch, wieviele andere ältere Mitbürger auf den Betrug hereingefallen sind und sich schämen, zur Polizei zu gehen.

Tipps der Münchner Polizei

Die Beamten veröffentlichten aus aktuellem Anlass folgende Warnhinweise:

Die Polizei rät dazu, sich bei einem Anruf eines angeblichen Verwandten, der um Geld für etwaige Investitionen bittet, unbedingt an eine Vertrauensperson zu wenden. Auch kann die Polizei direkt alarmiert werden.

Senioren sollten grundsätzlich misstrauisch sein, wenn sich Anrufer als Verwandte und Bekannte ausgeben, welche sie als solche nicht erkennen. Außerdem sollten am Telefon auf keinen Fall Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.

Bei einem Anruf mit finanziellen Forderungen sollte immer mit Familienangehörigen Rücksprache gehalten werden. Geld oder Wertgegenstände sollten niemals an Unbekannte, die angeblich im Auftrag einer verwandten oder bekannten Person unterwegs sind, übergeben werden.

Da viele Enkeltrick-Betrüger das Telefonbuch nach ihren Opfern absuchen, kann es außerdem sinnvoll sein, den Vornamen im Telefonbuch-Eintrag abkürzen zu lassen. "Lesen die Verbrecher einen alten Vornamen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie bei der jeweiligen Person ihr Glück versuchen", sagt ein Sprecher der Polizei.

wei

Rubriklistenbild: © dpa

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