Gefährlicher Fund am Donnerstag

Bombe entschärft - 370 Anwohner zittern

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Wieder wurde in der Landsberger Straße eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Im Bild die Bombe vom 21. Juni.

München - Um 21.25 Uhr war der Spuk am Donnerstag vorbei. 370 evakuierte Personen konnten aufatmen: Die Fliegerbombe in Laim war entschärft. Betroffen waren nicht nur S-Bahn-Gäste:

Für die Bauarbeiter muss es ein mulmiges Gefühl gewesen sein, als sie gegen 12 Uhr in Laim auf die 225 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg stießen. Der Blindgänger kam bei Aushubarbeiten an der Landsberger Straße 240 zum Vorschein. Weil die Bombe nahe der S-Bahn-Stammstrecke lag, musste diese für die Zeit der Entschärfung gesperrt werden. Die Situation war nahezu ein Spiegelbild jenes Bomben-Fundes, den es eine Woche zuvor - ebenfalls in der Landsberger Straße - gab.

Wie die Polizei mitteilte, wurde in Absprache mit dem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr München ein Sperrradius von 500 Metern rund um den Fundort der Bombe festgelegt. Um die Sperrung und die Evakuierung der umliegenden Bewohner zu gewährleisten, wurden zahlreiche Funkstreifen und zwei Einsatzzüge des Polizeipräsidiums München eingesetzt. Auf dem Bahngelände war die Bundespolizei München Hauptbahnhof mit starken Kräften vertreten, die Rettungsdienste standen mit zahlreichen Fahrzeugen bereit.

Bombenfund in Laim am 21. Juni

Bombenfund in Laim: Stammstrecke dicht

Bis 20.15 Uhr mussten nach Polizeiangaben rund 370 Personen aus 33 Anwesen der Landsberger Straße evakuiert werden. Ihre Wohnungen lagen innerhalb der 500 Meter, die als Sperrradius festgelegt waren. Auch Teile des Engassenbogens und des Christoph-Rapparini-Bogens mussten evakuiert werden. Die Landsberger Straße war zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr in beiden Richtungen zwischen Friedenheimer Brücke und Fürstenrieder Straße gesperrt, der Verkehr wurde über die Agnes-Bernauer-Straße umgeleitet. Größere Verkehrsstörungen entstanden dadurch nicht.

Um 21.25 Uhr war die Bombe entschärft, alle Sperrungen wurden aufgehoben. Für die Betroffenen ging es dieses Mal also eine Stunde schneller, als bei der Entschärfung am 21. Juni. Wegen des gleichzeitig stattfindenden EM-Halbfinales zwischen Deutschland und Italien dürfte die Zahl der betroffenen Verkehrsteilnehmer aber geringer gewesen sein als üblich. 370 Personen mussten sich dafür einen Fernseher suchen, der außerhalb ihrer Wohnzimmer stand.

jodl 

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