Sprecher klärt auf

Lauter Knall lässt sie zusammenzucken: Verwirrte Münchner melden sich bei Polizei - Neue Hintergründe

Stadtansicht von München
+
In München war am Donnerstag ein rätselhafter Knall zu hören (Symbolbild).

Nanu, was war denn das? Zahlreiche Menschen aus München wurden am Donnerstag von einem lauten Knall erschreckt. Nun ist die Ursache bekannt.

München - Ein lauter Knall eines Bundeswehr-Kampfjets hat am Donnerstagvormittag (24. Juni) zahlreiche Menschen im Süden Münchens* aufgeschreckt.

Lauter Knall in München: Ursache jetzt bekannt

Der Flieger sei zusammen mit zwei weiteren Jagdflugzeugen vom Typ Eurofighter auf einem Übungsflug gewesen und habe kurzzeitig Überschallgeschwindigkeit erreicht, teilte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr mit. Der Jet sei in einer Höhe von gut 12.000 Metern etwa 1391 Kilometer in der Stunde schnell gewesen.

Bewegt sich ein Flugzeug schneller als der Schall, überholt es die eigenen Druckwellen (Schockwelle). Das ist als Überschallknall weit zu hören. Die Schallmauer, die dabei durchbrochen wird, variiert nach Höhe und Temperatur.

München: Von rätselhaftem Knall verwirrt - Bürger melden sich bei Polizei

Knapp ein Dutzend Menschen meldeten sich wegen des Knalls telefonisch bei der Münchner Polizei, wie ein Sprecher bestätigte. Auf Twitter fanden sich zahlreiche Nachfragen. Auch in den Landkreisen Starnberg und Wolfratshausen war der Knall gut vernehmbar.

Die drei Eurofighter trainierten nach Angaben des Luftfahrtamtes der Bundeswehr in einem eigens gesperrten Luftraum, um Zusammenstöße mit Verkehrsflugzeugen auszuschließen. Sie waren am Militärflugplatz in Neuburg an der Donau gestartet.

Video: Bei Kampfjets kommen mittlerweile Drohnen zum Einsatz

Sowohl Kampfjets des russischen Militärs als auch der US-Amerikanischen Navy haben den Einsatz von fliegenden Tank-Drohnen getestet, die während des Flugs die Überschallflugzeuge auftanken. Circa zehn Minuten dauert ein Tankvorgang und erfolgt über einen Stab mit einem Trichter am Ende. Die beiden Flugobjekte - das eine bemannt, das andere unbemannt - fliegen dafür mit nur wenigen Metern Abstand nebeneinander her.

Für reichlich Wirbel in München hatte in der Nacht auf Donnerstag auch ein deftiges Unwetter gesorgt. In einzelnen Vierteln fiel sogar der Strom aus* - ausgerechnet zum EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft*. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.DIGITAL.

Auch interessant

Kommentare