Auf Westsee, auf Hausdach und am PEP

Lichter in der Corona-Krise: So werden in München leuchtend Zeichen für den Aufbruch gesetzt

Auf einem Hochhaus erstrahlt ein Glaskasten.
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Ein Lichtkasten in düsteren Zeiten: Auf dem Dach des Bellevue di Monaco kann bei entsprechender Inzidenz auch am späten Abend gebolzt werden.

München erstrahlt auch und gerade in der Corona-Krise. An verschiedenen Orten sollen mit Lichterspielen auf besondere Art Zeichen gesetzt und Aufmerksamkeit erregt werden.

München - Das Coronavirus* hat uns weiter fest im Griff. Seit über einem Jahr bestimmt es nun schon unseren Alltag. Finstere Zeiten für viele. Aber halt! München* leuchtet trotzdem - voller Hoffnung.

„Was würdest Du verändern?“ Diese Frage stellt beispielsweise das Live-Kunstevent Time Matters. Es ist das erste in Corona-Zeiten* in Deutschland. Und das Beste ist: Jeder hat die Möglichkeit, mitzumachen. Auf der Website www.timematters.art und der kostenlosen App MyArtWalk kann jeder schreiben, was er ändern möchte. Die Antworten werden ab Samstag auf dem Westsee im Westpark zu sehen sein. „Wir wollen den Menschen wieder Hoffnung und eine Stimme geben“, sagt Kunstmanagerin Isabel Bernheimer. Bis zum 14. März steigt das Lichtkunstfest täglich von 18.30 bis 23 Uhr.

Hier könnte Ihre Botschaft stehen: Auf dem Westsee sollen Wünsche der Bürger zu sehen sein.

München in Corona-Krise: Wünsche der Bürger werden auf Leinwand am Westsee projiziert

Wie’s abläuft? Auf einer fünf mal drei Meter großen Leinwand werden die Texte eingeblendet - im Wechsel mit gefilmten Tanzperformances von Miro Craemer. Eingerahmt wird die Leinwand von drei Neon-Installationen in blau, gelb und rot. Die kommen von Jan Kuck, der vergangenes Jahr die Isar „in Brand gesetzt hatte“. Vorteil am Westsee: „Man kann die Installation von überall sehen und ausreichend Abstand halten.“

Das ist aber nicht der einzige Hoffnungsschimmer in München. Das Gärtnerplatzviertel hat nämlich einen neuen Leuchtturm. Seit Mittwochnacht ist der Bolzplatz auf dem Dach des Bellevue di Monaco beleuchtet. Rautenförmig angebrachte Röhren erhellen den Kurt-Landauer-Platz auch nach Sonnenuntergang. „Bis acht, neun Uhr kann dann gezockt werden“, sagt Initiator Till Hofmann. Derzeit wird das Licht nur ab und an eingeschaltet.

München in Corona-Krise: Kleines Fußballspiel in luftigen Höhen kann bald möglich sein

Das kann sich aber schnell ändern. Bleibt die Inzidenz unter 50*, darf ab Montag im Freien gesportelt werden. „Ein drei gegen drei ist dann schon drin“, sagt Hofmann. Anmelden kann sich jeder telefonisch unter 0152-31832991 oder per Mail: bellevue-dachsportplatz@buntkicktgut.de.

Mahnung in Corona-Zeiten: Das PEP erstrahlt Rot, um auf die schwierige Lage des Einzelhandels hinzuweisen.

Leuchtend ging’s am vergangenen Montag auch im Einkaufscenter Neuperlach zu. Das PEP war rot angestrahlt. „Mit der Aktion wollen wir ein klares Zeichen setzen und zeigen: Der Handel blutet aus und die Lebendigkeit der Innenstadt ist in Gefahr“, sagte Center-Manager Sascha Schönherr. (Phillip Plesch) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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