Bundespolizei warnt

Teenager wollten Bilder auf den Gleisen machen: Notbremsung! Lokführer nimmt zu Fuß die Verfolgung auf

Gleise
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Zwei Jugendliche überquerten in München die Gleise und zwangen einen Lokführer zu einer Schnellbremsung. (Symbolbild)

Zwei Jugendliche liefen auf der Braunauer Eisenbahnbrücke in München über die Gleise. Sie wollten Bilder machen. Ein Lokführer reagierte rechtzeitig.

München - Am Samstagnachmittag (23. Januar) mussten ein Güter- und ein Meridianzug auf der Braunauer Eisenbahnbrücke eine Schnellbremsung einleiten. Zuvor hatte der Lokführer zwei Personen gesehen, die kurz vor seinem Zug die Gleise überquert hatten. Das teilte die Bundespolizei mit.

München: Jugendliche überqueren Gleise - Lokführer leitet Schnellbremsung ein

Kurz vor 16 Uhr wurden die Beamten informiert, dass ein Güter- und ein Meridianzug nach Einleitung einer Schnellbremsung wegen Personen im Gleis im Bereich der Braunauer Eisenbahnbrücke stehen. Nachdem der Lokführer die Personen im Gleis erkannt und eine Schnellbremsung eingeleitet hatte, folgte er den Jugendlichen zu Fuß.

Im Bereich der Hefner-Alteneck-Straße stellte er die Beiden, eine 18-Jährige aus Giesing und einen 20-Jährigen aus der Maxvorstadt. Der Lokführer informierte die Polizei.

Jugendliche zwingen Lokführer in München zur Schnellbremsung: 18-Jährige wollte „Bilder machen“

Der Meridian konnte seine Fahrt fortsetzen, die Bahnstrecke Richtung Ostbahnhof und nach Rosenheim war allerdings längere Zeit nur einseitig befahrbar. „Dadurch entstanden erhebliche Beeinträchtigungen im Schienenverkehr von und nach München“, wie die Bundespolizei mitteilte.

Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass die 18-Jährige nach eigener Aussage auf der Brücke „Bilder machen wollte.“ Die Jugendlichen wurden von den Beamten belehrt. „Zudem erwarten beide strafrechtliche Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.“

Jugendliche überqueren in München Gleise: Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem unberechtigtem Betreten von Gleisen und Bahnanlagen: „Landschaftsbilder oder Aufnahmen von Zügen können ebenso wie Selfies im Gleisbereich tödlich enden. Außerdem können sich darauf ggf. strafrechtliche Ermittlungen ergeben. Auch wer gem. § 315 StGB fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.“

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