Bestverdiener der städtischen Betriebe

Das verdienen die Münchner Top-Manager: Fast alle Gehälter stiegen an - nur einer hat das Nachsehen

Dass Münchens Top-Manager teils hohe Summen jährlich verdienen, ist kein Geheimnis. Im Jahr 2019 stieg das Gehalt der meisten sogar noch einmal an. Lediglich einer hatte das Nachsehen.

Der Chef der Stadtsparkasse München, Ralf Fleischer.
  • Die Stadt München* gibt einen Bericht zu den Gehältern der Top-Managern raus.
  • Die Top-Verdienerin kommt demnach von der Sparkasse.
  • Nur bei einem Chef stand Ende 2019 weniger auf dem Gehaltszettel.

München - Die Sparkasse muss sparen, Prämienverträge werden gekündigt, Filialen geschlossen. Wo nicht gespart wird, ist an der Spitze: Münchens Sparkassen-Chef Ralf Fleischer ist nach wie vor der bestbezahlte Manager der Stadt. Das geht aus dem Finanzdaten- und Beteiligungsbericht der Verwaltung hervor, der kommende Woche Dienstag dem Stadtrat präsentiert wird. Dem Papier nach strich Fleischer 2019 genau 625.000 Euro ein – inklusive Prämien. Damit hat er 66.000 Euro mehr verdient als 2018, damals betrug sein Gehalt rund 559.000 Euro. Zum Vergleich: Münchens OB Dieter Reiter (SPD) erhält 180.000 Euro im Jahr.

Münchens Top-Verdiener: Sparkasse ganz vorne mit dabei

Fleischer ist freilich nicht der einzige Top-Manager in München, aber er ist der bestbezahlte. Überhaupt entlohnt die Sparkasse sehr gut: So ist mit einem Jahresgehalt von 543.000 Euro Sparkassen-Vorstand Marlies Mirbeth die bestbezahlte Frau in den städtischen Unternehmen. Die Sparkasse hat über 2500 Mitarbeiter.

Gleich dahinter auf dem Gehalts-Treppchen folgt Stadtwerke-Chef Florian Bieberbach. Der verdiente im vergangenen Jahr 536.000 Euro und damit 10.000 Euro mehr als 2018. Die Stadtwerke sind das größte städtische Unternehmen, über 9700 Mitarbeiter beschäftigt die Stadt-Tochter.

Münchens Top-Verdiener: Flughafen-Chef ging mit einem Plus in den Ruhestand

Ähnlich viele Mitarbeiter – nämlich knapp 9000 – hat der Flughafen*. Dessen Chef Michael Kerkloh bezieht mittlerweile Rente, der 67-Jährige hatte sich erst vor Kurzem in den Ruhestand verabschiedet. 2019 erhielt er noch eine Vergütung von 530.000 Euro. Das entsprach einer Gehaltssteigerung von 26.000 Euro gegenüber dem Jahr 2018. Neuer Chef des Flughafens ist Jost Lammers, der zuvor den Flughafen Budapest leitete.

Inzwischen im Ruhestand: Ex-Flughafen-Chef Michael Kerkloh.

Auch der Chef der München Kliniken, Axel Fischer, zählt zu Münchens Top-Verdienern. Sein Salär betrug 431.000 Euro. Im Vorjahr (also 2018) waren es noch 394.000 Euro.

Münchens Top-Verdiener: Tierpark-Leiter bekommt weniger Gehalt

Eine Gehaltssteigerung gab es 2019 auch für Messe-Chef Klaus Dittrich. Er verdiente 5000 Euro mehr und kam auf 345.000 Euro. In einem ähnlichen Rahmen bewegen sich auch die Löhne des Chefs der Münchner Verkehrsgesellschaft Ingo Wortmann und des Technik-Chefs der SWM Helge-Uve Braun. Beide erhielten 2019 circa 360.000 Euro. SWM-Personal-Chef Werner Albrecht kam auf 388.000 Euro. Auch die Chefs des städtischen Wohnungsbauers Gewofag erhielten 2019 Top-Gehälter, Michael Dengler kam auf ein Salär von 242.000 Euro, Max Strasser erhielt ein Jahreseinkommen von 212.000 Euro. Die GWG-Chefs Christian Amlong und Gerda Peter kommen beide auf ein Jahresgehalt von jeweils rund 207.000 Euro. Der Chef der Münchenstift, Sigi Benker, erhielt 161.000 Euro als Salär.

Tierpark-Boss Rasem Baban verdiente 8000 Euro weniger.

Einzig für Tierpark-Chef Rasem Baban gab es sogar weniger Geld: 184.000 Euro stehen 2019 zu Buche, das sind rund 8000 Euro weniger als im Jahr 2018. *tz.de und Merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Die Corona-Krise auch den Tierpark Hellabrunn sehr hart. Jetzt soll eine Maßnahme den angeschlagenen Zoo retten.

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer

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