Mango eröffnet Europas größten Shop

"Münchnerinnen haben Klasse und Stil"

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Weiß was Frauen wünschen: Mango-­Manager Antonio Mora

München - Antonio Mora macht den Münchnerinnen dieses große Kompliment. Er muss es wissen, als Mango-Manager eröffnet er einen Megastore nach dem anderen, weiß, was die Ladys weltweit kaufen und tragen wollen.

Am Mittwochabend hat er es wieder in München getan: Auf 2300 Quadratmetern hat er in den letzten Wochen im neuen Joseph-Pschorr-Haus Europas größten Mango-Store aufgebaut. Der 41-Jährige, der ganz cool edlen Blazer zur Jeans kombiniert, hat einst als Lagerist bei der spanischen Modekette angefangen. Vor der Eröffnung verriet er der tz, warum München jetzt noch glamouröser wird.

Warum bekommt München jetzt einen so gigantischen Mango-Shop?

Mora: Mango ist gerade stark auf Expansionskurs. Und die Lage hier ist phänomenal, eine 1a-Lage. Dazu kommt, München hat eine sehr hohe Kaufkraft und die Fußgängerzone mit einer der am stärksten frequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands. Das ist dann unser siebter Mango-Store in München, wenn man den Herrenladen in der Hofstatt dazuzählt.

Dann läuft ganz München bald nur noch in Mango rum?

Mora: Hoffentlich (lacht). Die Kundin findet hier alles: die komplette Kollektion, Casualkollektion, Jeans, Accessoires, Sportbekleidung, Unterwäsche. Frauen können wir von oben bis unten, von innen nach außen anziehen. Dazu kommt die Männerabteilung und die Mode für die Kids.

Wird man bei Euch auch fündig, wenn man nicht Größe 36 hat und über 40 ist?

Mora: Klar doch. Unsere Kundschaft geht von jung bis Alter Ende offen. Wir haben auch viele ältere Stammkunden. Größen gibt es von 32 bis 46 und zwar nicht nur online sondern eben auch im Shop.

Mango schmückt sich gerne mit internationalen Stars. Das verleiht Glamour...

Mora: Ja, Mango hat von Anfang an auf Stars gesetzt, angefangen mit ­Claudia Schiffer, Naomi Campbell, ­Pénelope Cruz und ihrer Schwester. Und dann ­Kate Moss nicht zu vergessen. Ganz aktuell ist es Miranda Kerr.

Was hat sie Besonderes?

Mora: Sie ist gerade bei den jungen Mädels bekannt. Und verkörpert auch die Mode, die Mango verkaufen möchte: mutig, modisch, die sogenannte ,urban woman‘. Übrigens: Die Looks, die Miranda Kerr dann trägt, sind dann auch am beliebtesten.

München hat nicht nur Mango auch viele Zara-Shops. Kommt Ihr euch da nicht ins Gehege?

Mora: Ich bin da ja eher der Sportsmann, im Prinzip ist die ganze Modebranche ja Konkurrenz. Was uns von Mango auszeichnet ist aktuelle Mode von guter Qualität zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Gerade der Münchner legt wirklich viel Wert auf gute Qualität.

Und die Münchnerinnen? Sind sie modisch up-to-date?

Mora: Die Münchnerin ist sehr gut gekleidet, mit Klasse und Stil. Man sieht sehr viel hochwertige Designerlabels und teure Handtaschen. Sie ist auch modisch, aber eher klassisch. Ich vergleich das gern mit Spanien. München ist ein wenig so wie Madrid. Auch dort legen die Frauen sehr viel Wert auf ihr Aussehen, sind gut gekleidet, gehen oft zum Frisör, schminken sich sorgfältig.

Man könnte auch sagen Mango ist eine sehr weibliche Firma: Bei Euch arbeiten 82 Prozent Frauen. Eine sensationelle Quote...

Mora: Die Modebranche ist eben immer noch sehr weiblich. Aber mittlerweile stellen wir immer mehr junge Männer ein, vorallem seitdem wir seit 2008 unsere Männerkollektion haben. Aber ganz ehrlich: Frauen sind halt doch immer noch modebewußter als Männer.

Und Frauen gehen auch anderes einkaufen, oder?

Mora: Der Mann kauft einfacher ein, der ist zielstrebig, bleibt auch nicht so lange im Laden. Ein Mann geht in den Laden weil er was kaufen möchte. Eine Frau geht bummeln, will sich informieren. Und wenn ihr was gefällt, kauft sie vielleicht. Deshalb haben wir auch die Herrenabteilung einfacher, übersichtlicher aufgebaut.

Interview: Maria Zsolnay

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