Falsch beraten

Er bekommt 70.000 Euro  von der Bank zurück

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Stolz zeigt Klaus Röhm das Urteil

München - Sein Geld wähnte Klaus Röhm in sicheren Händen. 2005 hatte der 73-Jährige 80 000 Euro für sieben Jahre anlegen wollen. Doch es folgte ein Fiasko!

„Mir kam es darauf an, dass das Geld sicher an­gelegt ist“, sagte er der tz. Spekulieren habe er auf nicht wollen: „Ich brauche das Geld zum Leben.“ Seine Beraterin bei der Münchner Bank empfahl ihm einen Anleihe auf eine US-Bank ohne Laufzeitbegrenzung. Die Beraterin habe versprochen, das Geld sei sicher angelegt. Erschreckend war der Blick auf den Kontostand: „Es waren noch knapp 35 000 Euro.“ Das Schlimme: Das Papier konnte er gar nicht verkaufen. Das ließ sich der frühere Taxi-Unternehmer nicht gefallen: „Mir wurde die Kanzlei Rössner empfohlen.“ Anwalt Nikolaus Bömcke führte die Klage beim Landgericht München I. „Skandal-Papier“, sagt er.

Der Prozess war ein voller Erfolg: Wegen vorsätzlicher Falschberatung wurde die Bank verurteilt, 71 517 Euro plus fünf Prozent Zinsen zu zahlen. Die Bank trägt die Kosten! (AZ 3 O 28268/11)

Bömcke: „Das Urteil soll Kunden ermutigen, sich nicht alles gefallen zu lassen.“ – „Ein Einzelfall“, entschuldigt sich Frank Gündling von der Münchner Bank .

ebu

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