Drei Jahre Haft für Masseur Wolfgang K. (49)

Er missbrauchte junge Flüchtlinge

Nach München flohen sie vor dem Krieg – hier suchten die sechs minderjährigen Flüchtlinge ein sicheres Zuhause. Und fielen einem Verbrechen zum Opfer: Ein Masseur hat sie sexuell missbraucht!

München - Vor Gericht legte Wolfgang K. (49, Name geändert) am Dienstag ein Geständnis ab. Den Buben zahlte er sogar Geld, um sich an ihnen zu vergehen.

Am 10. Januar 2016 hatte alles begonnen: In einem Chat machte sich B. an einen Elfjährigen heran und überredete ihn, Nacktbilder zu schicken. Später lud der Masseur die jungen Flüchtlinge in seine Pasinger Praxis ein. Zwischen zehn und 30 Euro gab er ihnen, damit sie sich bis auf die Unterhose ausziehen. An den Buben vollzog K. Oralverkehr und befriedigte sich nebenher selbst.

Richterin Karin Jung fand harte Worte für den Kinderschänder. „Diese Jungen waren besonders gefährdet und ganz alleine. Das haben Sie ausgenutzt“, sagte die Vorsitzende – und verurteilte K. zu drei Jahren Haft.

Damit hatte der Masseur noch Glück. Denn er war wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft und saß bereits anderthalb Jahre im Knast. Dass er eine eher milde Strafe erhielt, hat K. seinem Vereidiger Tom Heindl zu verdanken. Denn der Prozess hätte auch am Landgericht geführt werden können, wo eine längere Haftstrafe gedroht hätte.

Bizarr: Den Jugendlichen, die keinen Pass hatten, versprach Wolfgang K. sogar eine Geld-Prämie in Höhe von 50 Euro, wenn sie weitere Buben finden, die bereit sind, das Sex-Geschäft mit dem Masseur einzugehen. Das konnte die Polizei zum Glück rechtzeitig verhindern: Am 28. Juli 2016 wurde Wolfgang K. festgenommen. 

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