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Schutzwall am Christkindlmarkt: Neue Poller rund um den Marienplatz sollen Fahrzeuge aufhalten

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Von: Nadja Hoffmann

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Neue Poller shützen Chriskindlmarkt am Marienplatz.
Neue Poller shützen Chriskindlmarkt am Marienplatz. © Matkovic

Am Marienplatz fallen neuerdings rot-weiße Barrieren auf, die vor Fahrzeugen schützen sollen. Sie zeichnet dabei etwas Besonderes aus.

München - Sie fallen auf. Auch weil sie ein bisserl aussehen wie zu groß geratene Bausteine von Lego: In der Weinstraße versperrt jetzt ein neuartiger Schutzwall Autofahrern den Weg.

Das Besondere an den rot-weißen Barrieren: „Die Sperrelemente können hier im Bedarfsfall nach unten geklappt werden, damit ein Überfahren mit Fahrzeugen möglich ist“, erklärt Julien Chauve, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR). Die Hürden dienen der Sicherheit: Sie sollen den Christkindlmarkt auf dem Marienplatz und die Buden in den anliegenden Straßen schützen.

München: Schutzwall am Marienplatz soll vor Anschlägen auf Christkindlmarkt schützen

„Durch das Aufstellen der Sperrelemente soll eine direkte Zufahrt in den Veranstaltungsbereich des Christkindlmarktes erschwert beziehungsweise die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge deutlich reduziert werden“, macht Chauve deutlich. Eine Maßnahme, die auf den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin zurückgeht.

Am 19. Dezember 2016 starben auf dem Breitscheidplatz 13 Menschen, 67 wurden teils schwer verletzt. Der Täter Anis Amri, der zu der Terror-Organisation Islamischer Staat gehörte, hatte einen Sattelzug gestohlen. Dann fuhr er mit hoher Geschwindigkeit auf die Weihnachtsbuden zu – mit katastrophalen Folgen. Um solche Taten zu vermeiden, rüsteten Städte und Gemeinden in Deutschland daraufhin auf.

Schutz auf Münchens Veranstaltungen auf unterschiedlichste Weise

Die Veranstaltungen in München sind auf unterschiedlichste Weise geschützt. Rund um den Marienplatz wurden auch schon Betonkübel aufgestellt. Beim letzten Christkindlmarkt vor den Corona-bedingten Absagen wurde die Straße 2019 laut dem KVR mit Wassertanks, sogenannten Indutainern, blockiert. Bei den aktuellen, aufklappbaren Sperrelementen handelt es sich um das System eines Herstellers aus der Schweiz.

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