„Einfach mitmachen“

Im Herzen der Stadt: Wird Kult-Ort zu Corona-„Vorbild“? - Jeder Münchner läuft regelmäßig dran vorbei

München: Statue am Marienplatz trägt Maske - „Einfach mitmachen“.
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München: Statue am Marienplatz trägt Maske - „Einfach mitmachen“.

Die Maskenpflicht in Bayern ist noch immer eine ungewohnte Situation. Viele sehen darin ihre Freiheit eingeschränkt. Doch einer beschwert sich nicht und das obwohl er Tag und Nacht Maske trägt.

  • Das Coronavirus breitet sich vor allem durch Reiserückkehrer auch in München wieder vermehrt aus.
  • Viele stellen sich dennoch gegen die Maßnahmen und weigern sich eine Maske zu tragen.
  • Eine Statue am Marienplatz in München trägt nun ebenfalls Maske - wieso nicht einfach mitmachen?

München - Nachdem sich das Coronavirus durch die Maßnahmen und Verordnungen in letzter Zeit weniger schnell ausbreitete, steigen die Zahlen auch in München* wieder an. Grund dafür sind nicht zuletzt unvorsichtige Reiserückkehrer, die das Virus aus einem Risikogebiet nach Bayern schleppen. Trotz der anhaltenden Gefahr stellen sich noch immer viele gegen die geltende Maskenpflicht und verweigern die Maßnahmen. Eine Statue am Marienplatz in der bayrischen Landeshauptstadt geht nun mit leuchtendem Beispiel voran. Sie trägt Maske, ganz ohne sich zu beschweren.

München: Kult-Ort wird zum Masken-"Vorbild" - jeder kennt den Ort

Die Zahl der Corona-Infizierten hat in München den Höchststand seit April erreicht. Der R-Wert ist weit über der kritischen Marke. Trotzdem scheinen noch immer viele Menschen den Ernst der Lage nicht zu verstehen. Die Polizei muss wegen Verstößen gegen die Maßnahmen immer wieder einschreiten. Erst kürzlich lösten Münchner Beamte mehrere Partys auf - 150 Menschen tanzten dicht gedrängt auf der Tanzfläche. Vielleicht trägt die Statue am Fischbrunnen in München ja dazu bei, zumindest die Maskenpflicht ernst zu nehmen.

München: Statue am Marienplatz - Ein leuchtendes Beispiel?

Der Marienplatz ist der zentrale Platz der bayrischen Landeshauptstadt München. Eine Statue am Fischbrunnen trägt nun angesichts der Lage eine Mund-Nase-Bedeckung. Sicher ist sicher, schließlich gehört die Figur zum Stadtbild der Millionenstadt und sollte definitiv nicht mit dem Coronavirus infiziert werden. Der Post auf Instagram trifft auf Zustimmung. Die Statue am Fischbrunnen stellt einen Metzgerburschen dar, der Wasser aus einem Eimer in den Brunnen gießt. Dabei schaut er leicht nach oben und wirkt trotz der Maske unbekümmert. „Es ist nur ne Maske und keine Fußfessel“, schreibt eine Nutzerin als Kommentar zu dem Instagram-Post.

Im Herzen Münchens: Kult-Ort wird „Vorbild" - jeder läuft regelmäßig dran vorbei

Recht hat sie, schließlich wäre eine Fußfessel deutlich unpraktischer. Gut zugegeben, manche Dinge sind auch wegen der Maske leicht problematisch. Dazu gehört beispielsweise Essen und Trinken, und auch das Küssen mit Maske ist nicht wirklich so schön wie ohne. Aber sollte man dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzen? Es sind nach wie vor ungewöhnliche Zeiten. Zum Essen, Trinken und Küssen kann man die Maske ja abnehmen, nur nicht im Nahverkehr oder beim Einkaufen. Dort gilt noch immer „Maske auf“ und „Abstand“ halten. Die Statue am Marienplatz in München macht es vor, viele sollten wohl „einfach mitmachen“, wie eine Nutzerin auf Instagram schreibt.

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