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Maskenpflicht aus Solidarität: Münchner Bio-Supermarkt führt Schutzstunde ein

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Von: Leoni Billina

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Der Bio-Supermarkt VollCorner hat die Maskenpflicht wieder eingeführt: Bis zehn Uhr kann man hier nur mit Mund-Nasen-Schutz einkaufen.
Der Bio-Supermarkt VollCorner hat die Maskenpflicht wieder eingeführt: Bis zehn Uhr kann man hier nur mit Mund-Nasen-Schutz einkaufen. © Achim Schmidt

Die Maskenpflicht im Einzelhandel ist seit dem 3. April abgeschafft. Aus Solidarität mit Risikogruppen führt die Bio-Supermarkt-Kette VollCorner sie jetzt wieder ein.

München - Der Mund- und Nasenschutz ist seit zwei Jahren ständiger Begleiter im Alltag: Ob in der U-Bahn, im Museum oder im Supermarkt, der Griff zur Maske ist zur Routine geworden. Seit dem 3. April ist die Maskenpflicht nun abgeschafft – allerdings nicht überall.

München: Bio-Supermarkt führt aus Solidarität Maskenpflicht wieder ein - jeden Tag bis 10 Uhr

Der Bio-Supermarkt VollCorner hat jetzt eine Sonderregelung eingeführt: Jeden Tag bis 10 Uhr vormittags gilt in den Geschäften weiterhin eine Maskenpflicht. Damit will das Unternehmen auf diejenigen zugehen, die sich ohne Maske unwohl fühlen, ältere Menschen oder Risikogruppen. „So wollen wir auch Risikogruppen weiterhin eine Möglichkeit für einen maskengeschützten Einkauf anbieten“, heißt es auf der Webseite der Supermarkt-Kette. Empfohlen wird eine FFP2-Maske, auch medizinische Masken sind akzeptiert. Ab zehn Uhr fällt dann die Maskenpflicht – allerdings bittet das Unternehmen darum, „weiterhin aus Solidarität eine Maske zu tragen.“ Und für die Mitarbeiter gilt ganz grundsätzlich die Pflicht zum tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Obwohl der Staat nun nicht mehr vorschreibt, dass beim Einkaufen eine Maske getragen werden muss, haben die meisten Leute weiterhin eine auf. Bernd Ohlmann, Sprecher vom Handelsverband Bayern, sagt: „In größeren Supermärkten tragen weiterhin 80 bis 90 Prozent der Kunden freiwillig eine Maske.“ Dasselbe bestätigt auch ein Sprecher der Supermarkt-Kette Rewe: „Aktuell tragen mehr als 80 Prozent unserer Kundinnen freiwillig eine Maske beim Einkaufen.“

München: Masken-Ende im Einzelhandel umstritten - Bio-Supermarkt mit Kompromisslösung

Ohlmann geht allerdings davon aus, dass sich das Verhalten ändert, sobald es wärmer wird und die Inzidenz sinkt. Grundsätzlich ist das Masken-Ende im Einzelhandel umstritten: Laut einer Umfrage des Handelsverbands Bayern hält rund die Hälfte der Befragten den Wegfall der Maskenpflicht für falsch. Allerdings hätten viele Händler Angst davor, Kunden zu verlieren, wenn sie eigene Regeln einführten. Nur etwa jeder neunte Einzelhändler in Bayern will an der Maskenpflicht festhalten. Eine Regelung, wie sie der Bio-Supermarkt VollCorner eingeführt hat, könnte ein Kompromiss sein. (Leonie BIllina)

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