Plan für die Maxvorstadt

Radler auf die Straße: Tempo 30 und Fußgänger-Boulevards   

Fahrradwege zurückbauen will die Stadtverwaltung an der Augustenstraße.
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Fahrradwege zurückbauen will die Stadtverwaltung an der Augustenstraße.

In der Augustenstraße im Münchner Stadtteil Maxvorstadt ist es eng. Für Fußgänger, Radler und Autofahrer. Jetzt liegen neue Pläne vor.

München - Die Augustenstraße in der Maxvorstadt erstreckt sich über 1,3 Kilometer von der Dachauer Straße bis zum Josephsplatz. Die Strecke und ihre Umgebung zählen sowohl als Stadtteil- als auch als Quartierszentrum und sollen daher gestärkt werden. Die Stadt München sieht Potenzial für Verbesserungen, unter anderem, weil die Gehwege teils sehr schmal sind und überdies durch Freischankflächen oder Auslagen der Geschäfte beansprucht werden.

Augustenstraße: Zwei neue Tempo-30-Zonen

In einer Vorlage schlägt die Verwaltung unter anderem zwei neue Tempo-30-Zonen vor. Der Radverkehr könnte dann auf die Straße verlagert werden. 45 Parkplätze sollen zugunsten von Querungshilfen, Radabstellanlagen, Lastenradabstellplätzen sowie zur weiteren Gestaltung der Seitenbereiche und neuen Bäume entfallen. Aus 25 Stellflächen könnten zeitlich begrenzte Lieferzonen entstehen. Geprüft werden soll auch, ob der Fußgängerbereich um die U-Bahnhöfe aufgewertet werden kann.

Wo neue Bäume gepflanzt werden könnten, sollen die weiteren Planungen zeigen. Allerdings schlägt die Verwaltung vor, zwischen Görres- bis Theresienstraße neue Bäume zu setzen, um den Charakter einer Allee zu erreichen.

Maxvorstadt: Radwege in der Augustenstraße in München sollen zurückgebaut werden

In der bestehenden Tempo-30-Zone möchte die Verwaltung zwischen Ziebland- und Schellingstraße den Radweg zugunsten des Gehwegs streichen. Radfahrer müssten sich künftig mit den Autos die Fahrbahn teilen. Zwischen Schelling- und Theresienstraße sollen ebenfalls die Radwege im Seitenraum zugunsten der Fußgänger zurückgebaut werden.

Laut Verwaltung widerspricht diese Idee nicht dem Bürgerbegehren Radentscheid, weil baulich abgetrennte Radwege lediglich auf Strecken geschaffen werden müssten, die ein hohes Verkehrsaufkommen oder zulässige Geschwindigkeiten über 30 Stundenkilometer aufweisen. Die Augustenstraße werde indes täglich lediglich von 5.300 Kraftfahrzeugen frequentiert.

Um auch auf dem Abschnitt zwischen Theresien- und Brienner Straße mehr Platz für Fußgänger zu schaffen, schlägt die Verwaltung zwei neue Tempo-30-Zonen vor. Eine umfasst den Bereich der Enhuber-, Steinheil- und Augustenstraße zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße. Eine zweite wird für den Bereich Rudi-Hierl-Platz, zwischen Gabelsberger- und Brienner Straße empfohlen.

Augustenstraße soll an bestimmten Stellen verengt werden

Weiter schlägt die Verwaltung vor, die Fahrbahn in vom Verkehr stärker belasteten Teilen zu verschmälern. Gerade im Bereich zwischen Theresien- und Brienner Straße werde die Strecke von Autofahrern häufig als breit genug wahrgenommen, um Radfahrer zu überholen. Tatsächlich könne dabei jedoch der nötige Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden. Außerdem sollen an drei Stellen (nördlich und südlich der Gabelsbergerstraße sowie nördlich der Brienner Straße) die Abbiegespuren zurückgebaut werden.

Die Verwaltung spricht insgesamt von einem überschaubaren Aufwand, um die Augustenstraße aufzuwerten. Finanziert werden könnte der Umbau gar aus der Nahmobilitätspauschale. Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrates befasst sich am kommenden Mittwoch mit der Vorlage. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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