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Nach Kneipenabend: Studentin in der Maxvorstadt vergewaltigt - Ist ein Bekannter der Täter?

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Von: Andreas Thieme

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Häusliche Gewalt
Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung: 2019 registrierten die Behörden 141.792 Fälle von ausgeübter oder versuchter Gewalt unter Partnern und Expartnern. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa © Jan-Philipp Strobel

Es war ein gemütlicher Kneipenabend mit schrecklichen Folgen: In der Maxvorstadt wurde eine Studentin (23) vergewaltigt. Die Staatsanwaltschaft hält einen anderen Münchner Studenten für den Täter.

München - Jannik L. (30) will nicht sprechen. Nicht über seine Leben, nicht über seine Person - und schon gar nicht über die brutale Tat, die ihm die Staatsanwaltschaft München I zur Last legt. Laut Anklage soll Jannik L. am 17. Dezember 2019 eine junge Studentin in der Wohnung eines Freundes vergewaltigt und geschlagen haben. Am heutigen Montag begann der Prozess am Landgericht.

Dort verweigerte der 30-Jährige seine Aussage. Im Gegenzug dazu berichtete die 23-Jährige Studentin, was an jenem Abend vorgefallen sein soll - ihre Vernehmung wurde jedoch per Video geführt, die Öffentlichkeit war ausgeschlossen. Nach Informationen unserer Redaktion berichtete sie jedoch von einem recht harmlosen Kennenlernen in einem Wirtshaus in der Schellingstraße. Dort hatte Anna P. (Name geändert) Jannik L. Mitte Dezember 2019 getroffen, als sie gemeinsam mit Freunden ihren Abschluss gefeiert hatte.

Jannik L. (30) ist von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden
Jannik L. (30) ist von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden © SIGI JANTZ

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Das Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße: Hier fand der Prozess in München statt
Im Münchner Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße fand der Prozess statt © Sven Hoppe

München: Student soll die junge Frau ins Bad gedrängt haben

Gegen 2 Uhr nachts zog die Gruppe weiter. Laut Anklage entschied sich Anna P. mit dem Angeklagten in eine nahe gelegene Wohnung von dessen Kumpel mitzugehen - dort kam es zu der mutmaßlichen Tat. Jannik L.. soll die Studentin zu küssen versucht haben, worauf sie wieder gehen wollte - da soll er sie ins Bad gedrängt, dort gepackt und vergewaltigt haben. Laut Anklage verlagert sich das Martyrium dann weiter ins Wohnzimmer, wo er sie erneut zum Sex gezwungen und auch geschlagen haben soll.

Nachts flüchtete Anna P. schließlich zu einer Freundin, der sie von dem Übergriff erzählte. Diese rief dann auch die Polizei. War Jannik L. der Täter? Das will das Landgericht an insgesamt drei Verhandlungstagen klären - am Mittwoch schon fällt das Urteil. Jannik L. drohen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Haft.

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