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Großeinsatz der Polizei: Schlägerei am Stachus - Club in der Sonnenstraße geöffnet

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Von: Phillip Plesch

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Vor dem McDonald’s am Stachus versammelten sich die Jugendlichen.
Vor dem McDonald’s am Stachus versammelten sich die Jugendlichen. © Reinhard Kurzendörfer

Rudelbildungen, Schubsereien und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz: Die Polizei hatte am Wochenende wieder Einiges zu tun.

Von wegen Adventsruhe: Für die Münchner Polizei gab es am Wochenende richtig viel Arbeit: Freitagnacht gegen 0.40 Uhr machten sich mehrere Streifen auf den Weg zum Stachus. Grund: Rund 50 Jugendliche hatten sich dort vor dem McDonald’s versammelt. Die Stimmung war äußerst aggressiv, schildert ein Polizeisprecher. Um Straftaten zu verhindern, zeigte die Polizei Präsenz. Erfolg hatte das aber nicht. Die Jugendlichen stritten und rangelten miteinander, mehrere Flaschen wurden auf dem Boden zerschlagen.

Also verteilten die Beamten Platzverweise, um die Situation zu beruhigen. Einem 18-Jährigen gefiel das gar nicht. Er leistete Widerstand, verletzte zwei Polizisten leicht - und wurde daher in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird nun ermittelt. Am Stachus beruhigte sich die Lage anschließend.

Nicht die einzigen Platzverweise in der Stadt

30 bis 40 Platzverweise musste die Polizei zudem am Freitagabend gegen 22 Uhr vor der Ruhmeshalle am Bavariaring aussprechen. Dort hatte sich eine große Gruppe getroffen.

Und auch an das Infektionsschutzgesetz wollten sich in München nicht alle halten. An der Sonnenstraße hatte ein Club - trotz Sperrstunde um 22 Uhr - in der Nacht auf Samstag noch geöffnet. Offenbar war die Location privat vermietet worden und der Veranstalter hatte die Corona-Regeln ohne Kenntnis und Absprache mit den Club-Betreibern gebrochen. 30 Feiernde traf die Polizei dort an, die teilweise sogar noch unter 18 Jahre alt waren.

Club-Betreiber droht hohes Bußgeld

Zeugen berichten, dass man an der Hintertür klopfen musste und für 20 Euro in die Disco kam. Die Polizei verteilte mehrere Anzeigen. Die Ermittlungen sind in vollem Gange. Übrigens: Laut dem neusten Bußgeldkatalog des Bayerischen Gesundheitsministeriums kann sich das Bußgeld für Betreiber bei Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz auf bis zu 5000 Euro belaufen.

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