„Gefährdung für Bürger“

Messer-Mann vom Hauptbahnhof: Fotos zeigen schockierende Tat - Zeuge schildert dramatische Szenen

Nach einem Vorfall am Münchner Hauptbahnhof sucht die Polizei noch immer nach dem flüchtigen Täter. Neue Fotos zeigen, wie gefährlich der Mann tatsächlich sein könnte.

Update vom 29. September, 15.41 Uhr: Weitere Details rund um den noch immer flüchtigen Messer-Mann. Ein Mann, der zum Tatzeitpunkt mit seinem Sohn vor Ort war, berichtet gegenüber unserer Zeitung die dramatischen Szenen, die er als Zeuge hautnah erlebt hat: „Ich habe gesehen, wie ein Herr den jungen Mann aufhalten und zur Rede stellen wollte“, so der Mann.

Messerangriff am Münchner Hauptbahnhof: Zeuge schildert dramatische Szenen

„Dann schlug der Jüngere dem Älteren plötzlich ins Gesicht.“ Der zweite Ausraster des Aggressors! Daraufhin rangelten die Kontrahenten am Ausgang neben der Rolltreppe. Weiter berichtet der Münchner: „Ich habe mich umgesehen, aber nirgends war die Polizei zu sehen“. Um sich und sein Kind zu schützen, lief er an der anderen Seite des Rolltreppenabgangs vorbei nach draußen. „Wir haben uns hinter ein Auto gestellt und von dort aus beobachtet, wie der Mann etwas aus seiner Jacke zog. Es sah aus wie ein Messer in einer schwarzen Schutzhülle.“ Der Angreifer habe mit der Waffe drohend in Richtung seines Kontrahenten gefuchtelt, habe sich dann aber umgedreht und sei weggelaufen.

„Ich hab noch gehört, wie eine Frauenstimme ‚Polizei‘ gerufen hat“, sagt der Zeuge - doch die Beamten kamen zu spät. Der Messer-Mann war bereits in Richtung Bahnhofplatz/Elisenstraße geflohen. Sein Rad - ein neuwertiges, dunkelblaues Rennrad (Marke Triban) - ließ er am Hauptbahnhof zurück.

Erstmeldung vom 29. September 2021

München - Bereits seit einer Woche fahndet die Polizei in München nach einem Mann, der am Hauptbahnhof auffällig geworden war. Der bislang Unbekannte Täter soll Polizeiangaben zufolge am Mittwoch, 22. September, mehrere Passanten angegriffen und bedroht haben. Nun gibt es neue Details zu dem Flüchtigen.

Messerangriff am Hauptbahnhof München: Täter noch immer auf der Flucht

Wie die Polizei mitteilt, hatte der Mann gegen 11.20 Uhr eine Frau auf einer Rolltreppe mit seinem Fahrrad touchiert. Als diese sich darauf beschwerte, schlug der Mann ihr im Zuge eines Wortgefechts ins Gesicht. Als ein 56-jähriger Zeuge des Vorfalls den Mann daraufhin an seiner Umhängetasche packte, um ihn an der Flucht zu hindern, zog der Täter einen messerähnlichen Gegenstand aus einer am Gürtel seiner Hose befestigten Messerscheide. Er bedrohte den 56-Jährigen sowie dessen Begleiter, die daraufhin zurückwichen. Der Unbekannte ergriff daraufhin die Flucht Richtung Elisenstraße - sein Fahrrad ließ er zurück.

Tatverdächtiger am Münchner Hauptbahnhof mit messerähnlichem Gegenstand.

Nach Messerattacke am Hauptbahnhof München: Polizei veröffentlicht neue Bilder

Die Polizei München hat nun neue Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, die zeigen, wie gefährlich sich die Situation im Hauptbahnhof darstellte. Sie stuft den Täter anhand mehrere Zeugenaussagen als unberechenbar und aggressiv ein. Er könnte eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Da bislang keiner der Hinweise zu einer Ergreifung des Mannes führen konnte, bittet die Polizei nun erneut um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Tatverdächtiger von vorn.

Übrigens: Unser München-Newsletter informiert Sie über alles, was in der Landeshauptstadt passiert.

Ein wichtiges Indiz könnte auch das zurückgelassene Fahrrad des Mannes geben. Es handelt sich um ein neu- und hochwertiges, dunkelblaues Rennrad der Marke Triban, welches ausschließlich über die Firma DECATHLON vertrieben wird.

Messer-Mann vom Münchner Hauptbahnhof: So sah er aus

Der Flüchtige ist etwa 180 cm groß, und etwa 30 Jahre alt. Er hat fast schulterlange, stark gewellte, braune Haare mit Mittelscheitel und „Musketierbart“. Bekleidet war er mit einer hellblauen Jeans, einem hellblauen Hemd sowie einem knielangen blauen Mantel und einer schwarze Umhängetasche. Zudem bittet die Polizei die Frau, die der Mann ins Gesicht geschlagen hatte, sich als wichtige Zeugin zu melden. Die Bundespolizeiinspektion ist für Hinweise unter der Telefonnummer 089 515 550 1111 rund um die Uhr erreichbar. (kah)

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

Auch interessant

Kommentare