Kaum zu glauben

Studie enthüllt: Wohnungs-Wahnsinn absurd - Mieten in München sollen sinken

Wird sich der Münchner Immobilienmarkt entspannen? Es wäre zu schön, um wahr zu sein
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Wird sich der Münchner Immobilienmarkt entspannen? Es wäre zu schön, um wahr zu sein.

Es ist kaum zu glauben und entspricht nicht dem, was man sonst über München zu lesen bekommt: Die Mieten stagnieren oder gehen sogar leicht zurück – in München!

München - Nachdem die Mietpreise in den vergangenen zehn Jahren schier ungebremst in die Höhe geschossen sind, könnte endlich eine kleine Trendwende da sein. Das verkünden immerhin verschiedene Institute, die die Preisentwicklung der Mieten untersucht haben.

Freuen dürfen sich demnach vor allem Mieter im Umland. Laut dem aktuellen Wohn-Index Deutschland des Hamburger Forschungs- und Beratungsunternehmens F+B sind die Neuvertragsmieten in einigen Städten und Landkreisen rund um München im Vergleich zu 2018 deutlich gesunken (siehe Karte weiter unten). 

In und um Fürstenfeldbruck etwa fiel die Durchschnittsquadratmetermiete im Dritten Quartal 2019 gegenüber dem Dritten Quartal 2018 um einen Euro – von 10,45 auf 9,45 Euro! In Erding (Stadt) werden statt 10,25 Euro im Schnitt nur noch 9,32 Euro pro Quadratmeter fällig! Im Landkreis, wie unsere Karte zeigt, liegt die Differenz bei 41 Cent.

Überraschung für Tausende Münchner: Sie sollen ihre Miete rückwirkend versteuern - für einen Anwalt ein „Skandal“.

Mietwohnungsmarkt: Sogar in München stagniert die preisliche Lage

Und in München? Hier scheinen die Mieten erstmals seit Langem gleich zu bleiben, wie die Statistik von F+B zeigt. In der Landeshauptstadt selbst lagen die Neuvertragsmieten pro Quadratmeter 2018 bei 16,00 Euro, im dritten Quartal 2019 bei 16,01 Euro.

In fünf Landkreisen sinken laut Statistik die Mieten. Und auch in Gemering und Olching müssen Neumieter schon weniger zahlen.

Wie aus dem aktuellen Wohn-Index Deutschland auch hervorgeht: Die Neuvertragsmieten gingen hierzulande gegenüber 2018 generell um 0,3 Prozent zurück. Das ist zwar nicht viel, aber angesichts der massiven Steigerungen in den vergangenen Jahren eine kleine Sensation.

Eine Trendwende, die Stephan Kippes vom Immobilienverband Deutschland und der Mieterverein München allerdings in dieser Ausprägung nicht bestätigen wollen. Die Dynamik der Preisanstiege habe zwar nachgelassen, so Kippes: „Aber ich sehe keine Stagnation.“ Die Kurve bei Neuvermietungen (tz.de*) weise ein „deutlich dezenteres Driften“ nach oben auf, was wohl auch in naher Zukunft so sein werde. Im Bereich des Baugrunds sei der Preisanstieg hingegen viel stärker. Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mietervereins München, erklärt: „Es wäre eine gute Nachricht, wenn die Preisspirale ein Ende findet. Wir können den Trend jedoch nicht erkennen.“

Münchner Immobilienmarkt: Kaufpreise bis zu 30 Prozent überteuert

Der Immobilienspezialist Empirica hingegen spricht nur noch von einem leichten Miet-Anstieg in Metropolen, in manchen deute sich eine klare Preis-Stagnation an.

Ist das also das Ende des Miet-Wahnsinns? Wenn ja – was sind die Gründe? Ob die Mietpreisbremse (tz.de*) oder die vielen Demonstrationen gegen den Miet-Irrsinn (tz.de*) die Ursache sind, kann im Moment niemand sagen. Immerhin: Zuletzt hatte ja sogar die Bundesbank gewarnt, dass die Kaufpreise auf dem Immobilienmarkt um bis zu 30 Prozent überteuert seien. Gefährlich, denn trotzdem gab es bei den Banken heuer weit mehr Kreditanfragen zur Immobilienfinanzierung als erwartet.

Beim Blick auf die neuen F+B-Zahlen schießt jedem Mieter aber wohl der gleiche Gedanke durch den Kopf: „Hoffentlich ist das nicht nur eine kurze Verschnaufpause.“

Ein Grund zur Freude ist das Volksbegehren des Mietervereins München* - doch eine Frage bleibt: Macht die CSU-geführte Staatsregierung mit?

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Eine 38-Millionen-Villa kauft man wohl nicht im Vorbeigehen. Dennoch gibt es eine simple Internetanzeige solch eines Luxus-Objekts in München-Bogenhausen.

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