Preis-Schock für Wohnungssucher: Münchner Mieten bei 15 Euro pro Quadratmeter - oder noch teurer

Auch bei den Neuvermietungen von Wohnungen erzielt München immer weiter Rekorde. In der bayerischen Landeshauptstadt werden günstige Quadratmeterpreise immer seltener.
München - Die Münchner Wohnungsmisere zieht immer illustre Kreise: Lediglich 0,7 Prozent aller Wohnungen, die in München neu vermietet werden, liegen bei der Miete unter einem Preis von elf Euro pro Quadratmeter. Das teilt das Marktforschungsinstitut IVD am Montag (17. Januar) mit.
IVD-Leiter Stephan Kippes: „Immer größere Herausforderung“
Das Institut hat die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen (Wohnungen mit Baujahr zwischen 1950 und 2019) in den bayerischen Großstädten im Jahr 2021 untersucht. „Das Angebot an Mietwohnungen unter neun Euro pro Quadratmeter ist in fast allen bayerischen Großstädten sehr begrenzt“, erklärte dazu der Leiter des Instituts, Stephan Kippes. „Gerade für Geringverdiener beziehungsweise Familien mit mittleren Einkommen stellt die Wohnungssuche eine immer größere Herausforderung dar.“
Vor allem in den fränkischen Großstädten fanden Wohnungssuchende 2021 noch regelmäßig Angebote zu Quadratmeterpreisen unter neun Euro. In Fürth lag der Anteil derartiger Objekte vergleichsweise hoch bei rund 30 Prozent. In München hingegen sei die Preisklasse unter neun Euro pro Quadratmeter am Markt praktisch nicht mehr existent.
München: 90 Prozent der Objekte kosten 15 Euro und mehr
Für 90 Prozent er angebotenen Objekte mussten mindestens 15 Euro pro Quadratmeter aufgebacht werden, oftmals auch deutlich mehr. Im Sog der bayerischen Landeshauptstadt habe das Mietpreisniveau in den vergangenen Jahren auch in Augsburg markant angezogen – hier liege der Anteil an Objekten zu Quadratmeterpreisen unter neun Euro pro Quadratmeter – ebenso wie in Ingolstadt – mittlerweile im einstelligen Prozentbereich. tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA