Preis-Wahnsinn hält an

Corona zum Trotz: Münchner Mieten reißen nächste Marke - „Schaurige rote Trendlinie“

Für Mieter ist München traditionell ein teures Pflaster. Das hat sich durch Corona nicht geändert.
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Für Mieter ist München traditionell ein teures Pflaster. Das hat sich durch Corona nicht geändert.

Wegen Corona müssen viele Menschen sparen. Der Münchner Miet-Markt aber bleibt unerbittlich. Die Preise für eine gute Neubauwohnung liegen im Bereich von 20 Euro pro Quadratmeter.

  • München ist seit Jahren ein teures Mietpflaster.
  • Das Coronavirus hat diesen Trend nicht gestoppt. Immobilien-Experten erwarten aber bald einen „gewissen Dämpfer“.
  • Wegen des Virus gibt es trotzdem einen Hoffnungsschimmer - allerdings eher für die ländlichen Regionen.

München - Corona – na und? Die Münchner Mieten steigen trotzdem ungebremst weiter! Für eine gute Neubauwohnung muss man mittlerweile durchschnittlich 20 Euro pro Quadratmeter zahlen. Das sagte am Donnerstag Professor Stephan Kippes, Leiter der Marktforschung beim Immobilienverband IVD Süd. Sein Haus wertet für die Untersuchung die tatsächlichen Daten abgeschlossener Verträge aus (und nicht nur die Zahlen aus Angeboten im Internet, wie es bei manchen anderen Studien der Fall ist).

Immobilien in München: 30 Prozent des Einkommens müssen im Durchschnitt für die Miete herhalten

Die Münchner müssten im Durchschnitt 30 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten ausgeben, so Kippes. Und: Bei Baugenehmigungen und Fertigstellungen in der Landeshauptstadt gebe es seit Jahren „eine ganz schaurige rote Trendlinie nach unten“. Allerdings erwarten die Immobilien-Experten demnächst „einen gewissen Dämpfer“. Das liegt zum einen an der Rezession und steigender Arbeitslosigkeit, zum anderen am Trend zum Homeoffice.

München: Trend bei Immobilien? Experte mit klaren Worten

Die Arbeit von daheim erlaube viel größere Entfernungen für Pendler. Kippes: „Wenn ich nur einmal pro Woche nach München* muss, habe ich zum Wohnen fast den Rest Bayerns zur Verfügung.“ Das sei ein Hoffnungsschimmer für ländliche Regionen, die mit Abwanderung kämpften, während „München überkocht“. Im bayerischen Durchschnitt sind die Mieten für Wohnungen und Häuser seit dem Frühjahr um drei Prozent gestiegen. Eine gute Bestandswohnung ist in München für 17,40 Euro pro Quadratmeter zu haben, in Augsburg und Nürnberg für gut zehn Euro. Bundesweit sind in Großstädten im Schnitt 12,40 Euro fällig. 

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