Millionen-Diebe endlich erwischt

München - Sieben Jahre lang jagte die Münchner Kriminalhauptkommissarin Manuela Sawalle vom Kommissariat 74 für Wirtschaftsdelikte eine Scheckdieb-Bande, die sich 1,5 Millionen Euro unter den Nagel riss.

  Nun hat sie es geschafft. Als den flüchtigen Haupttäter (31) die weihnachtliche Sehnsucht nach der Familie übermannte, schnappte die Polizeifalle zu. Die drei kroatischen Lebemänner fingen im Winter 2004 auf dem Postweg von München nach Bad Homburg einen Brief ab, der ein Vermögen wert war. Fünf Verrechnungsschecks über 1,5 Millionen Euro! Bei einer österreichischen Bank im Kleinwalser Tal legten die Männer die Schecks „als mittelfristige Geldanlage“ auf einem Nummernkonto an.

Eine Woche später waren die raffinierten Herren wieder da und hoben das Geld ab – „nur kurzfristig für eine Zwischenfinanzierung“, wie sie versicherten. Man sah sie dort nie wieder. Und die rechtmäßigen Empfänger des Geldes – zwei Abrechnungsfirmen für Krankenkassen – hatten bis dahin noch gar nicht gemerkt, dass ihre Schecks gestohlen worden waren. Und als sie es merkten, war es zu spät.

Das Geld ist verschwunden, ging vermutlich im luxuriösen Lebensstil der Betrüger-Connection auf. Der beste Freund (33) des Haupttäters ist noch auf der Flucht. Sein Cousin sitzt in Zagreb in Haft. Und der Haupttäter wurde am 28. Dezember vor einem Lokal in Frankfurt festgenommen. Als er vor sieben Jahren aus Deutschland floh, hatte er seine schwangere Frau und die Eltern dort zurückgelassen. Die Münchner Zielfahndung jedoch erfuhr, dass er heuer an Weihnachten seine Familie um jeden Preis sehen wollte – Festnahme!

dop.

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