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Millionen Euros, Drogen und Luxus-Autos beschlagnahmt! So bremsen Münchner Ermittler die Mafia aus

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Von: Andreas Thieme

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Bereits 2018 präsentierte das Landeskriminalamt Drogenfund im Werte von über 400 Millionen Euro
Bereits 2018 präsentierte das Landeskriminalamt Drogenfund im Werte von über 400 Millionen Euro © Schlaf

Der Freistaat Bayern will die Organisierte Kriminalität einbremsen - und gab nun Zahlen dazu bekannt: Zuletzt konnten mehr als 45 Millionen Euro sichergestellt werden. Ein Großteil davon betrifft die italienische Mafia.

München - Insgesamt 13 Millionen Euro soll die italienische Mafia in Bayern an Steuern hinterzogen haben - doch internationale Ermittler haben die Gangster ausgebremst. Im Landeskriminalamt wurde gestern der Fahndungserfolg vorgestellt: Demnach gab es 46 Wohnungsdurchsuchungen in ganz Europa, die in elf Haftbefehle mündeten - dazu stellten die Ermittler 1,8 Millionen Euro sicher. Darin inbegriffen: ein gelber Lamborghini sowie ein Mercedes C-Klasse, die den Mafiosi gehörten.

„Wir wollen die Organisierte Kriminalität in Bayern weiter zurückzudrängen“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Dazu wurden starke Ermittlungsstrukturen aufgebaut: Das Bayerische Landeskriminalamt arbeitet eng mit anderen Bundesländer und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen. Dazu verfügt die Polizei über eigene „OK-Einheiten“, das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet die langfristigen Strukturen der organisierten Kriminalität.

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München: Allein in Bayern stellten die Ermittler 1,8 Millionen Euro sicher

Das Ergebnis: „2020 konnten in den für das OK-Lagebild gemeldeten Verfahren knapp 12,6 Millionen Euro vorläufig gesichert werden. Insgesamt wurden in diesen Verfahren seit ihrer Einleitung 42,5 Millionen Euro sichergestellt“, sagt Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU). Mittlerweile wird neuste Technik eingesetzt, um die Kommunikation der Täter zu entschlüsseln. So haben die Ermittler das Netzwerk Encro-Chat geknackt, das 60 000 Nutzer hatte - meist Kriminelle, die mit Drogen und Waffen handeln. Es folgten 60 Haftbefehle, vier Millionen Euro Beute wurde beschlagnahmt. Das Geld könne oftmals an die Geschädigte zurückgezahlt werden.

Justizminister Georg Eisenreich (li.) und Innenminister Joachim Herrmann zeigen den beschlagnahmten Lamborghini
Justizminister Georg Eisenreich (li.) und Innenminister Joachim Herrmann zeigen den beschlagnahmten Lamborghini © STMJ

Organisierte Kriminalität „kann Zwangsprostitution, Drogenhandel oder Cybertrading sein“, erklärt Eisenreich. „Unsere Spezial-Staatsanwälte ermitteln an Bayerns potenziellen Einfallstoren der internationalen Kriminalität“: vom Flughafen München, über die Alpenregion - bis in die Oberpfalz. (Andreas Thieme)

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