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Millionen Steuern hinterzogen? Star-Koch Alfons Schuhbeck muss ab 5. Oktober vor Gericht - jetzt droht Knast

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Von: Andreas Thieme

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Alfons Schuhbeck
Alfons Schuhbeck, Gastwirt und Sternekoch. © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Der Termin steht: Alfons Schuhbeck (73) muss sich ab dem 5. Oktober vor dem Landgericht München I verantworten. Ihm wird Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zur Last gelegt.

München - Noch 44 Tage kann sich Alfons Schuhbeck (73) vorbereiten, dann beginnt sein großer Auftritt vor dem Landgericht München I: Dort muss sich der Star-Koch wegen Steuerhinterziehung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein Millionen-Vergehen vor - und hat insgesamt 25 Fälle angeklagt, in denen Schuhbeck den Ermittlungen zufolge Steuern hinterzogen oder es versucht hat. Im schlimmsten Fall droht Alfons Schuhbeck nun sogar eine Gefängnisstrafe.

München: Star-Koch Alfons Schuhbeck muss ab 5. Oktober vor Gericht

Der Star-Koch muss sich deshalb vor dem Landgericht München I verantworten und wird dort gut Erklärungen brauchen, um eine Gefängnisstrafe noch abwenden zu können. Dafür hat die Münchner Justiz ausreichend Zeit eingeplant: Nach Informationen unserer Redaktion sind mindestens 18 Verhandlungstage eingeplant, um den Steuerfall eingehend beleuchten zu können. Als Angeklagter gilt für Schuhbeck die Unschuldsvermutung. Doch sollten sich die Steuervorwürfe bestätigen, wird es eng für den Star-Koch.

EntStar-Koch Alfons Schuhbeck (73) wegen Steuerhinterziehung angeklagt.
Star-Koch Alfons Schuhbeck (73) wegen Steuerhinterziehung angeklagt. © B. Lindenthaler/imago

Im Vorfeld des Strafprozesses wollten sich weder Alfons Schuhbeck selbst noch seine beiden Verteidiger, Markus Gotzens und Sascha König, zu dem Fall äußern. Auch die Staatsanwaltschaft darf im Zuge des Steuergeheimnisses keine Details preisgeben. Verwunderlich daher, dass mittlerweile dennoch etliche Details aus der Anklageschrift die Runde machen: So schreibt etwa die Süddeutsche Zeitung, dass Schuhbeck ins einem Lokal Orlando mutmaßlich „gezielt Kassenmanipulation“ betrieben haben soll, „um große Geldmengen am Fiskus vorbeizuschleusen“. In den Südtiroler Stuben sollen „in großem Stil Rechnungen storniert worden sein“. Absichtlich nicht erfasste Bargeldeinnahmen also.

Prozess gegen Alfons Schuhbeck: Müssen jetzt auch Verantwortliche des FC Bayern aussagen?

25 Ermittlungsakten seien demnach zusammengekommen. Verhandelt wird der Fall bis kurz vor Weihnachten. Aussagen müssen womöglich auch Verantwortliche des FC Bayern München, denn mit dem Verein war Schuhbeck oft auf Reisen. Für die Kicker hatte er gekocht. Ob es auch während dieser Zeiten zu Steuervergehen in Schuhbecks Edel-Restaurants gekommen war, muss der Prozess zeigen.

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