„Sommer in der Stadt“

München wird ab sofort zum Tollhaus: Mini-Wiesn feierlich eröffnet - das ist geboten

Auf dem Königsplatz stehen bereits die ersten Fahrgeschäfte
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Auf dem Königsplatz stehen bereits die ersten Fahrgeschäfte.

Das Oktoberfest fällt in diesem Jahr aus - Am Freitag, dem 24. Juli, startete in München allerdings der „Sommer in der Stadt“. Hier stellen wir die Attraktionen der Ersatz-Wiesn vor.

  • Das Oktoberfest fällt heuer wegen Corona aus - doch es gibt ein Alternativprogramm.
  • Als Wiesn-Ersatz stellt München* den „Sommer in der Stadt“ auf die Beine.
  • Am Freitag eröffnete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den „Sommer in der Stadt“

Update vom 24. Juli, 21.16 Uhr: Auftakt für die Ersatz-Wiesn. Am Freitag hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit einer Rede am Königsplatz den Sommer in der Stadt eröffnet – die Mini-Wiesn, die an verschiedenen Orten in München stattfindet. Ab Samstag gibt’s vom Orleansplatz bis zum Olympiapark verschiedenste Veranstaltungen. Die Stadt München fürchtet sich jetzt vor Wiesn-Fans, die auf der Theresienwiese ihren privaten „Anstich“ zelebrieren wollen. In den sozialen Medien gibt es schon Aufrufe zu Wiesn-Partys.

„Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es gut zwei Monate. Relativ schnell also, das kann man der Verwaltung auch nicht häufig unterstellen”, frotzelte OB Reiter vor dem Riesenrad der Familie Willenborg auf dem Königsplatz. Schon lange war die Stimmung in der Stadt nicht mehr so ausgelassen – das war auch der Spider Murphy Gang zu verdanken, die aufspielte. Sommer in der Stadt, eh klar. Als Günther Sigl und Barny Murphy mit den ersten Takten loslegten, war’s fast magisch. Passanten kamen, hielten für einen Moment inne – und genossen.

Da war’s zu spüren: Wie sehr wir Gaudi und Kunst zuletzt vermisst haben. So erging es auch Reiter, der feststellte: „Wir haben uns ein bisschen mehr Spaß in der Stadt verdient!“ Gleichzeitig erinnerte er die Münchner daran, dass die Corona-Regeln weiterhin eingehalten werden müssen.

Doch auch mit Maske und Abstand können die kommenden sechs Wochen eine Riesengaudi werden. Zu der Aktion gehört unter anderem eine Kulturbühne, die mal hier und mal dort in der Stadt stehen wird – alle Viertel bekommen Besuch. Dazu kommen die großen Standorte als Wiesn-Ersatz. Am Königsplatz und im Olympiapark stehen Fahrgeschäfte, auf dem Orleansplatz und Mariahilfplatz finden Dulten statt, und in Stadtparks wird gesportelt: Von Yoga bis hin zu Tanzkursen ist alles dabei. Der Sommer in der Stadt soll ein „Fest für alle“ sein, wie Wiens-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) sagt. Deshalb sind viele der Angebote kostenlos. Programm unter muenchen.de/sommer. Er und andere Wiesn-Wirte echauffieren sich jetzt über eine neue Serie in der ARD.- Stéphanie Mercier

Update vom 24. Juli, 13.36 Uhr: Der „Sommer in der Stadt“ ist eröffnet. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gab mit der Taufe des neuen Riesenrads am Königsplatz den Startschuss für das sechswöchige Freizeit- & Kulturprogramm. Mit dabei war auch das „Münchner Kindl“. Alle Informationen rund um das Programm für den "Sommer in der Stadt" finden Sie weiter unten im Text.

Erstmeldung vom 22. Juli 2020

München - Der Sommer in der Stadt startet am Freitag, dem 24. Juli, in seine erste Saison. Weil alle Volksfeste heuer wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, hat sich Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) das Konzept einfallen lassen. Buden und Fahrgeschäfte werden an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt. Damit soll den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern geholfen werden. Die Liste der Veranstaltungsorte ist noch nicht vollständig, sie wird noch erweitert. Die Rede ist aber von weit über 100 Orten, an denen es Angebote geben wird. Die tz zeigt den Gaudi-Atlas mit den sieben wichtigsten Plätzen. 

In München: Mini-Wiesn 2020 - „Sommer in der Stadt“ wird an diesen Standorten gefeiert

1. Theresienwiese: Wiesn gibt’s dieses Jahr bekanntlich keine, doch die Theresienwiese wird auch Schauplatz vom Sommer in der Stadt. Unter der Bavaria soll es ein breit gefächertes Sportangebot geben – mit Basketball, Tennis Skateboard und einer Boulderwand. Ein paar Standlleute werden hier ihre Buden aufbauen. Nicht zu vergessen: Ein Palmengarten sorgt für Urlaubsfeeling daheim.

2. Königsplatz: Fest steht, dass es auf dem Königsplatz ein Riesenrad, eine Schiffschaukel, eine Familienbahn, ein Vintage-Kettenflieger und Gastronomiestände geben wird. Für weitere öffentliche Plätze gibt es noch keine konkreten Beschlüsse. Eventuell dürfen Schausteller ihre Geschäfte im Werksviertel, auf dem Schneckenplatz, am Bavariapark oder am Friedensengel aufstellen.

3. Olympiapark: Im Olympiapark, unterhalb der Olympiahalle, am Coubertinplatz und entlang des Sees werden sich die Marktstände, Buden, Karussells und Gastronomiebetriebe präsentieren. Auch hier soll ein Riesenrad stehen sowie der „Rio Rapidos“ – die größte transportable Wildwasser-Raftingbahn –, ein Autoscooter, das Laufgeschäft „Jumajji“, das „Münchner Lach-Freu-Haus“ sowie ein bayerischer Gastronomiebereich mit Haxn und Brotzeit, ein Café mit Krapfen und Schmalzgebäck. Das Tollwoodgelände lockt mit Breakdance, Burgküche, Fisch-Bäda, Münchner Weißbiergarten, Kinder-Eisenbahn, Heidi the Coaster, Zur Steininger Alm, Trampolin und Baumstiezel.

4. Wittelsbacherplatz: Der Wittelsbacherplatz lockt mit diversen Verkaufsständen: Es gibt Geschirr, Haushaltswaren, Ballons, Socken, Trachten und Sohlen sowie Strickwaren, Ölgemälde und Holzbrandmaler. Auch kulinarisch wird etwas geboten, neben Ausschank und Biergarten baut ein Imbiss auf. Es gibt glasierte Früchte, Kaffee, Crêpes und Mandeln. Ein Kinderkarussell steht für die Zwergerl bereit.

Typisches Dult-Flair versprühen die kleineren Märkte, zum Beispiel am Mariahilfplatz.

5. Mariahilfplatz: Auf dem Mariahilfplatz gibt es Stände mit Süßwaren, Softeis, Slush-Eis und glasierten Früchten. Dazu ein Imbiss, eine Schießbude, eine Wurstbraterei, ein Café, Ausschank und Biergarten. Verkaufsstände locken mit Bürsten, Filztaschen, Korbwaren, Kindertrachten, Gewürzen, Geschirr und Dufthölzern. Seifen und Zirbenwürfel werden ebenfalls angeboten. Auch am Mariahilfplatz werden Kinderkarussell und Kettenflieger für die kleinen Besucher bereitstehen.

6. Weißenburger Platz: Ein Kinderkarussell, einen Imbiss und einen Stand mit Mandeln gibt es auch auf dem Weißenburger Platz.

7. Orleansplatz: Der Orleansplatz macht ebenfalls mit beim „Sommer in der Stadt“ – es gibt einen Markt mit Geschirr, Seife und sogar Fisch. Ein Imbiss-Stand kümmert sich um hungrige Besucher. Außerdem gibt es die Kartoffelhüttn, Stände mit Mandeln, Gewürzen, Crêpes und einen Ausschank.

„Sommer in der Stadt" in München: Startschuss von OB Reiter am Freitag

Der „Sommer in der Stadt“ 2020 beginnt am Freitag. Den Startschuss werden OB Dieter Reiter und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner geben. Dazu rockt die Spider Murphy Gang. Um 13 Uhr am Riesenrad auf dem Königsplatz soll der Spaß losgehen. (*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

Die Münchner Wirte haben sich jetzt noch eine Alternative zum Oktoberfest ausgedacht. Sie nennen sie „Wirtshauswiesn“. Schock im Freizeitpark: Eine Mutter wird verletzt, nachdem sich plötzlich eine Gondel aus einem Kinderkarussell löst.

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