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München: Frau im eigenen Haus erschlagen - jetzt steht mutmaßlicher Täter vor Gericht

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Von: Andreas Thieme

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München - Mordfall in Obermenzing: Ermittler der SOKO Mira durchsuchen das Haus des 66-Jährigen Opfers
Mord in München/Obermenzing: Schnell fanden die Ermittler DNA-Spuren – doch ab da wurde es knifflig. © Sigi Jantz

Die Seniorin Mira K. (67) wurde kurz nach Weihnachten 2020 tot in der Amalienburgstraße von Nachbarn gefunden. Ihr Fall war lange ein Mysterium. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. 

München - Bierbauch, Glatze, schwarze Brille: Gelangweilt hängt Milan R. (53) auf der Anklagebank, die rechte Hand stützt seinen Kopf. Am Landgericht begann heute der Prozess gegen den Maschinentechniker aus Bosnien. Er soll an Weihnachten 2020 die Münchner Seniorin Mira K. (67) brutal getötet haben

München: Im eigenen Haus erschlagen - Fall um tote Seniorin war lange ein Mysterium

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor! Aus Belgrad soll Milan R. am zweiten Weihnachtsfeiertag nach München gefahren sein, weil er wusste, dass Mira K. wohlhabend war. In ihrem Haus beherbergte sie immer wieder Bauarbeiter, die Miete kassierte sie in bar und war selbst nur selten zuhause. Das sprach sich herum. So soll Milan R. den Plan gefasst haben, bei der Seniorin einzubrechen. 

München: Seniorin in eigenem Haus erschlagen - jetzt steht mutmaßlicher Täter vor Gericht

Vor Ort stieg er über einen Zaun und hebelte die Fenster im Erdgeschoss auf. Doch plötzlich stand Mira K. vor dem Einbrecher, womit er nicht gerechnet hatte. Als sie ihm wehrhaft gegenübertrat, soll er kurzerhand mit spitzem Werkzeug auf die 67-Jährige eingeschlagen haben - mindestens acht Mal, bis sie blutend am Boden lag. Auch danach setzte Milan R. den gewaltsamen Angriff laut Anklage fort und schlug Mira K. mutmaßlich tot. Das Motiv: Habgier. 

Eine Nachbarin fand die Leiche der Seniorin am 27. Dezember 2020. Danach stand die Polizei vor einem Rätsel. Erst im April 2021 wurde Milan R. festgenommen. Grundlage dafür war ein DNA-Abgleich zu früheren Straftaten. Anschließend wurde Milan R. per europäischem Haftbefehl gesucht und saß zuletzt in Untersuchungshaft. Zur Tat wollte er sich nicht äußern. Nun muss die Staatsanwaltschaft dem Serben die Tat nachweisen. Ihm droht lebenslange Haft. 

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