Verdächtiger stellt sich bei Polizei

Mord in Münchner Villenviertel: Ehemann soll Frau erstochen haben - Bizarrer Irrtum könnte dahinterstecken

Der Nymphenburger Kanal: In der Nähe geschah der Mord
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In der Nähe des Nymphenburger Kanals geschah der Mord

Im Stadtteil Nymphenburg soll ein Mann seine Ehefrau getötet haben. Das Motiv des mutmaßlichen Täters schockiert. Jetzt wird ihm der Prozess gemacht.

München –War es eine kaltblütige Tat? Oder ein tödliches Missverständnis? Mit dieser Frage muss sich jetzt das Münchner* Landgericht beschäftigen. Dort beginnt kommenden Freitag (24. September) der Mord-Prozess gegen Roland L. (37). Der IT-Berater soll seine Ehefrau in Nymphenburg* erstochen haben.

In einer Wohnung in der Nähe des Nymphenburger Kanals war die gebürtige Münchnerin am 12. Oktober 2020 ermordet aufgefunden worden*. Den Ermittlungen zufolge war sie mit mehrere Messerstichen getötet worden. Ihr Ehemann hatte sich selbst der Polizei* gestellt: Bei der Inspektion in Neuhausen legte er ein Geständnis ab und führte die Beamten anschließend selbst zum Tatort.

Münchner Ermittler rätseln: War Eifersucht das Mordmotiv?

Über die grausige Tat wurden danach viele Details bekannt. Etwa, dass das Paar seit Mitte 2018 verheiratet war. Im Sommer soll sich die später Ermordete aber entfremdet haben und den Ermittlungen zufolge Kontakt zu anderen Männer aufgenommen haben*. Roland L. bekam das mit und soll eifersüchtig geworden sein. Darin sehen die Ermittler auch das Tatmotiv, das im Oktober 2020 zu dem Mord geführt haben soll.

In der Polizeiinspektion Neuhausen gestand der Täter den Mord

Demnach vermutete Roland L., dass er von seiner Frau betrogen wird. Ein tödlicher Irrtum: Denn getroffen hatte sie sich noch nicht mit anderen Männern, lediglich per Handy hatte es Kontakt gegeben. Am Abend der Tat soll es darüber zum Streit gekommen sein. Mutmaßlich erstach der IT-Berater seine Frau dann hinterrücks, als sie auf dem Sofa saß.

Ursprünglich auch wegen Totschlags ermittelt worden, das Landgericht München I hat aber eine Anklage wegen Mordes zugelassen. Der Fall wird nun am Freitag vor der großen Schwurgerichtskammer verhandelt. Roland L. droht lebenslange Haft. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (thi)

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