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20-Meter-Baum an Münchner Freiheit kracht auf Wohnhaus – Anwohner perplex: „Das war schon laut“

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Von: Nadja Hoffmann

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Ein Baum an der Münchner Freiheit in der Feilitzschstraße war gegen zwei Wohnhäuser gestürzt.
Ein Baum an der Münchner Freiheit in der Feilitzschstraße war gegen zwei Wohnhäuser gestürzt. © Markus Götzfried

Ein 20 Meter hoher Baum kracht am Dienstag an der Münchner Freiheit in ein Wohnhaus. Eine Anwohnerin bekam von dem Unglück zunächst gar nichts mit.

München – Schockmoment am Dienstag in Schwabing: Mitten im Vormittagstrubel ist plötzlich eine Robinie in der Feilitzschstraße umgestürzt und in die gegenüberliegende Häuserzeile gekracht. Wie durch ein Wunder wurde niemand durch den 20-Meter-Koloss verletzt. Warum der Baum plötzlich seine Standfestigkeit verloren hat und entwurzelt wurde, ist laut Feuerwehr unklar.

Fremdverschulden hat Sprecher Torsten Seifert am Einsatzort aber gleich ausgeschlossen. Drei Stunden dauerte es, bis die belebte Straße an der Münchner Freiheit wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Rund 100 Schaulustige haben sich dabei angesehen, wie die Feuerwehr mit schwerem Gerät und Kettensägen den Baum abgetragen hat. Dabei stützte ein großer Kran den Stamm.

Baumsturz an Münchner Freiheit: Anwohnerin war in der Küche beschäftigt

Besten Blick auf die Arbeiten hatte Inge Pilz, die in einem der betroffenen Häuser wohnt. Seit 50 Jahren lebt sie nahe der Freiheit. „So lange stand der Baum schon in der Straße“, sagt sie. Als das Unglück um kurz vor 11 Uhr passierte, war die 70-Jährige gerade in der Küche ihrer Wohnung beschäftigt. Dort gehen die Fenster zum Hinterhof raus.

„Ich habe erst also gar nicht mitbekommen, was passiert ist.“ Dann habe sie die Nachbarin vom Friseur aus angerufen, wo der Baumsturz schnell zum großen Thema wurde. Als Inge Pilz dann aus dem Wohnzimmer schaute, sah sie das ganze Ausmaß des Unglücks. „Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert.“

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Einsatz an Münchner Freiheit: Baum kracht auf Wohnhaus – 20 Feuerwehrleute helfen

Das laute Knacksen, als der Baumstamm gebrochen ist, hat Henrike Van Wijngaarden im Erdgeschoss des Hauses gehört. „Das war schon laut.“ Die Augenoptikerin ist dann aus dem Viu-Brillenladen, in dem sie arbeitet, gelaufen und hat dann sofort den Notruf gewählt. Wie es von der Feuerwehr heißt, haben sich gleich mehrere Anrufer bei der Integrierten Leitstelle gemeldet.

20 Einsatzkräfte eilten dann in die Feilitzschstraße und sicherten die Robinie gleich ab. „Umgefallene Bäume beziehungsweise auch größere Äste auf einer Fahrbahn sind für die Feuerwehr kein seltenes Meldebild.“ Erst im Mai 2021 gab es einen ähnlichen Fall in Schwabing. Damals krachte eine Robinie direkt auf ein Polizeiauto, eine Polizistin wurde dabei leicht verletzt. Nadja Hoffmann

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