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Münchner Musik-Legende stirbt nach Unfall – OB Reiter nimmt emotional Abschied: „Liebenswerter Mensch“

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Musiker Rudolf „Waggi“ Schneider
Rudolf „Waggi“ Schneider ist im Alter von 87 Jahren gestorben. © Marcus Schlaf

Mit Rudolf „Waggi“ Schneider ist eine Legende der Münchner Volksmusik gestorben. Oberbürgermeister Dieter Reiter verspricht ihm ein ehrendes Andenken.

München ‒ „Mit Trauer und Bestürzung habe ich vom Tod ihres Mannes Rudolf „Waggi“ Schneider erfahren“, beginnt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sein Kondolenzschreiben an Margot Schneider (82). Die Trauer ist groß nach dem Tod der Musik-Legende aus München - auch, weil Schneiders Tod trotz seines stolzen Alters von 87 Jahren eher plötzlich kam. Bis ihm beim Wandern am Walchensee ein schwerer Unfall passierte, war der Spaßmacher nämlich topfit.

 „Es ging ihm in den letzten Jahren sehr gut“, erklärte Schneiders Sohn Rudi (54) kurz vor dessen Tod. Lediglich einige altersbedingte Beschwerden hätten dem Vater zugesetzt. Doch dann das Unglück: Beim Wandern erlitt Waggi Schneider plötzlich einen Herzstillstand. Er stürzte und brach sich das Genick. Ein Helikopter brachte ihn in ein Krankenhaus nach Rosenheim, wo Schneider seit Montag, den 11. Oktober im Koma lag. Die Ärzte kämpften noch um das Leben des Volksmusikers - doch vergebens. Nach knapp einer Woche im Koma verstarb der 87-Jährige am Freitag (15.10.2021) in der Klinik.

Der letzte lustige Moosacher: Münchner Musiker „Waggi“ Schneider stirbt nach Unfall

Vor allem durch die Karriere mit den „3 lustigen Moosachern“ erlangte Schneider große Bekanntheit. Mindestens den Erfolgs-Hit „Ja, mir san mitm Radl da“ von 1971 hat sicher jeder Münchner schon einmal gehört. Schneider schuf in insgesamt 47 Jahren Bühnenpräsenz allerdings einige „eingängige Melodien, die bis heute gerne auf Volksfesten und Feiern gespielt und mitgesungen werden“, erinnert OB Reiter eine Woche nach dem Tod des Kult-Musikers in der Rathausumschau (22.10.2021).

Das Trio zählt zu den erfolgreichsten Künstlern des Genres. Sie verkauften mehr als fünf Millionen Schallplatten und prägten seit den 1960er Jahren nachhaltig die Volksmusik. Den letzten gemeinsamen Auftritt hatte das Volkssänger-Trio 1999. Kurz darauf starben Schneiders Musikerkollegen Hans Döring (2000) und Georg Niedermeier (2004).

München: OB Reiter gedenkt bekanntem Musiker - „Liebenswerter Mensch für immer gegangen“

Nach dem Tod des letzten lustigen Moosachers spricht Münchens Oberbürgermeister Reiter der Familie sein aufrichtiges Beileid aus. „Ein erfolgreicher und liebenswerter Mensch ist für immer gegangen“, schreibt er und verspricht, dass Rudolf „Waggi“ Schneider in München ein ehrendes Andenken bewahrt wird. (iwe)

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