Einfach mal untertauchen

So klingt München: Lokale Musiktipps für das perfekte Sommerfeeling

Sommer in einer Stadt wie München - das Lebensgefühl haben diese vier Künstlerinnen aus München perfekt eingefangen. Unsere Musiktipps für den Sommer. 

München - Zum Sommer 2018 gehört der perfekte Soundtrack. Wir haben uns in der Musiklandschaft umgeschaut und einige musikalische Perlen – allesamt von jungen Damen aus München und Wien – zusammengestellt, die es verdienen haben, gehört zu werden. Ob auf der Fahrt in die Berge, ob am See oder zum Ausgehen, hier gibt es tolle Songs für den Sommer zu entdecken.

Tipp Nr. 1: Untertauchen mit Ami Warning

Untertauchen heißt der neue Song der Münchner Sängerin AMI. Ein Song der perfekt zum Sommer passt.

Klar, das gehört auch zum Sommer! „Untertauchen“ heißt der neue Song der Münchner Sängerin AMI. Nach ihren ersten beiden Alben „Part of me“ (2014) und Seasons (2016) singt sie erstmals auf Deutsch. Amis Stimme ist irgendwo zwischen Blues und Soul verortet – rau und sanft, stark und zerbrechlich. Ami ist jetzt Anfang 20. Vor Jahren konnte man Ami auf einem kleinen Konzert bei der Münchner GEMA hören und das Publikum war begeistert. Hört man AMI, dann spürt man eine kraftvolle Tiefe. Sie schreibt über ihre Gefühle. Als geneigter Zuhörer erlebt man eine junge Frau, die sich mitteilt, weil sie es muss. Auch wenn das mit den Vergleichen immer so eine Sache ist, so klingt bei AMI die Stimmung der 80er Protest-Songs durch, die von solchen Sängerinnen wie Tracy Chapman ausgedrückt wurde.

Tipp Nr. 2: Chill mal mit Ebow

Eigentlich aus Minga, doch nun in Wien! Komplexität heißt das neue Album der Rapperin Ebow. die in Neuperlach aufgewachsen ist. Der Sound reicht von Old School Rap bis hin zu Future R’n’B. Das Album „Komplexität“ heißt so, weil es „den Status Quo unserer Gegenwart beschreibt und Ebow diese in Worte fassen will“. „Komplexität“ aber auch, weil das Album einen Bogen spannen will von sozialkritischem Rap (Asyl, Baba Bak) über intime Reflektionen (Das Wetter, Vogel & Meer) bis hin zu Club-Bangern (Ghetto Rave, Bad Lan). Um dieser Vielfalt in Inhalt und Sound Rechnung zu tragen, hat Ebow mit einer Vielzahl an Produzenten wie dem aus München stammenden Nik Le Clap zusammengearbeitet.

Tipp Nr. 3: Lässig zwischen Pop und Soul – Seda

Der Sommer kann kommen – zumindest mit der Debüt-EP „Spilled Thoughts“ der Münchner Singer-Songwriterin SEDA (22). „Red Wine“, „Waiting for You“ oder „Caving in“ - Seda begeistert mit einer lässigen und einprägsamen Stimme irgendwo zwischen Pop und Soul. Und genau diese Leichtigkeit bringt schon die Vorfreude auf den Sommer. „Spilled Thoughts“ ist das Erstlingswerk der Künstlerin, das überrascht und zu empfehlen ist. Das Album ist eine Independent-Produktion in Eigenregie, was SEDA nicht nur zur Künstlerin, sondern auch Produzentin ihres ersten Werkes macht. Erschienen ist das Werk auf dem Münchner Sun King Music-Label, das bereits solche gradiosen Münchner Eigengewächse wie „The Whiskey Foundation“ oder „The Charles“ in den Orbit gebracht hat.

Tipp Nr. 4: Die Nacht kann kommen – POLLYESTER

Nun, wenn die Nacht anbricht … dann empfehlen wir POLLYESTER! Das dritte Album „CITY OF O“ katapuliert im besten Sinne des Wortes den 70er-„Munich Disco Sound“ direkt in die Zukunft. Doch nicht nur Legende Giorgio Moroder, der einst von den Münchner Arabella-Studios mit seinen Produktionen (Donna Summer) die Welt eroberte, auch Krautrock, Wave, Punk und Cosmic spiegeln sich in den Songs wieder. Wer die Band schon einmal live erlebt hat, weiß, dass Gründerin, Sängerin und Bassistin Polina Lapkovskaja und ihren Bandmitgliedern ihre Musik als Gesamtkunstwerk zelebrieren. Das Album „City of O“ ist ein „Meilenstein“, doch das nächste ist schon in Arbeit. Für denjenigen, der nicht warten will, einfach jetzt in solche Songs wie „Catrina“, „Jalousie“, „In my Boots“ oder „Cut Diamond“ reinhören. Kein Wunder, dass die Münchnerin weltweit gefragt sind und zu ihren Fans Mr. James Murphy oder Alex Kapranos von Franz Ferdiand zählen. Übrigens: 2013 erhielt Polina den Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München.

Bodo-Klaus Eidmann

Rubriklistenbild: © fkn

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