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Betrugsmasche fällt monatelang nicht auf: Bande klaut MVV-Tickets im Wert von mehr als neun Millionen Euro

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Orlin D. (36) gestand seine Taten vor dem Landgericht ein
Orlin D. (36) gestand seine Taten vor dem Landgericht ein. © Sigi Jantz

Um etwa 150.000 Euro hat eine Betrügerbande die MVG bringen wollen - nun hat das Landgericht München ein Urteil gefällt.

München - Sie wollten große Kasse machen – doch jetzt wandern sie hinter Gitter! Gleich drei Betrügern wird seit Dienstag der Prozess am Landgericht gemacht. Im großen Stile hatten sie den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV*) abgezockt und über Monate hinweg Tickets gefälscht. Vor Gericht gestanden Eda A. (44), Mustafa E. (47) und Orlin D. (36) nun ihre Taten ein – im Gegenzug erhalten sie „nur“ eine mehrjährige Haftstrafe für ihr Geständnis. Pro Person maximal dreieinhalb Jahre.

München: MVV-Betrug in großem Stil - „Maximal mögliche Schadensumme“

Denn: Der Schaden für die Verkehrsbetriebe* war immens. Insgesamt 62 Blanko-Fahrkartenrollen hatte die Betrügerbande geklaut – oder Busfahrer entsprechend bestochen, dass sie die Rollen herausgeben. Den Wert pro Stück beziffert die Staatsanwaltschaft auf 150.000 Euro. Insgesamt also 9,3 Millionen Euro.

„Das ist die maximal mögliche Schadenssumme, wenn wir davon ausgehen, dass die Rollen vollständig bedruckt und als Tickets verkauft worden wären“, sagt MVV-Sprecherin Franziska Hartmann.

Auch Mustafa E. (47) legte ein Geständnis ab
Auch Mustafa E. (47) legte ein Geständnis ab. © Sigi Jantz

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Um den Wert ihrer Beute wussten die Betrüger ganz genau: Bereits im Jahr 2013 hatten die den Plan gefasst, die Ticketrollen zu besorgen, um gefälschte Monatstickets* zu verkaufen. Die Fälschungen waren offensichtlich so gut, dass sie kaum aufgefallen waren. Denn erst bei einem Einbruch in einen Regionalbus der MVV* hatte die Polizei die Bande fassen können. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung der Angeklagten staunten die Beamten dann nicht schlecht: Etliche gefälschte Tickets lagerten noch dort.

Münchner Bande betrügt MVV: Komplize bereits verurteilt

Laut Anklage hatten die Bandenmitglieder den Busfahrern nicht nur bis zu 100 Euro auf die Hand und 1000 Euro Gewinnbeteiligung angeboten – sondern auch Sex mit der Angeklagten Eda A. Laut Staatsanwaltschaft machte die Bande am Ende 40.000 Euro Beute.

Schon am Donnerstag will Richter Markus Koppenleitner das Urteil fällen. In einem separaten Prozess wird noch gegen einen weiteren Betrüger verhandelt, der als Kopf der Bande gilt. Drei weitere Komplizen wurden bereits verurteilt.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in München ist ein Mann tödlich verletzt worden. Er war zuvor mit einem Baum kollidiert.

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