Vorsichtsmaßnahme nach Großbrand in Stuttgart

Elektrobus fängt Feuer - MVG nimmt vorsichtshalber acht Fahrzeuge desselben Typs außer Betrieb

Ein Nahverkehrsbus der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) steht an einer Bushaltestelle.
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MVG nimmt nach Großbrand vorsichtshalber acht E-Busse außer Betrieb.

Als Vorsichtsmaßnahme nimmt die MVG jetzt acht Elektrobusse außer Betrieb. Der Grund: ein Großbrand im Stuttgarter Bus-Betriebshof vor wenigen Tagen.

München - Am 30. September fing ein Elektrobus im Stuttgarter Bus-Betriebshof in Gaisburg Feuer. Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge, handelte es sich um ein Fahrzeug, dass der Hersteller Evobus (Daimler), Anfang des Jahres an die Stuttgarter Straßenbahnen AG ausgeliefert habe. Auf den Münchner Straßen sind E-Busse desselben Typs unterwegs. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) verfügt nach eigenen Angaben über acht derartige Fahrzeuge.

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MVG nimmt nach Großbrand vorsichtshalber acht E-Busse außer Betrieb

Bis zur endgültigen Klärung der Brandursache möchte die MVG jetzt diese acht Busse vorsorglich außer Betrieb nehmen. In einer Pressemitteilung der Stadtwerke München wird der MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann folgendermaßen zitiert: „Die Sicherheit steht für uns immer an erster Stelle. Daher haben wir uns entschlossen, die Fahrzeuge vorsorglich aus dem Betrieb zu nehmen, bis detaillierte Erkenntnisse zu dem Brand in Stuttgart vorliegen.“ 

Betroffen seien auch nur die acht Busse des Herstellers Evobus. Weitere Elektrobusse der MVG, wie die von Ebusco, würden wie üblich weiter fahren. Auch wolle die MVG ihren Fahrzeugeinsatz so umplanen, dass die Strecken der Linie 100 und des CityRing 58/68 jetzt mit den üblichen Diesel- oder Hybridbussen weiter befahren werden. Dadurch sollen Fahrtausfälle für die Fahrgäste vermieden werden.

Wegen möglicher Überhitzung der Batterie rief der Hersteller schon im März E-Busse zurück

Bereits im März hatte der Hersteller Evobus seine Elektrobusse aus München zurückgerufen, da er eine Überhitzung der Fahrzeugbatterie nicht ausschließen konnte. Damals waren erst zwei der Fahrzeuge in der Landeshauptstadt im Einsatz. Nach einer Überarbeitung rollten die Busse dann wieder durch den Stadtverkehr.

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