Bei Hautkontakt drohen Verätzungen

MVG warnt vor Säure-Graffiti in U-Bahnhöfen: Sie sind hochgefährlich

Gefährliche Kunst: „Etchings“ können bei Hautkontakt zu Verätzungen führen.
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Gefährliche Kunst: „Etchings“ können bei Hautkontakt zu Verätzungen führen.

Graffiti sind nicht immer schön anzuschauen. Doch diese spezielle Form ist sogar gefährlich: Sogenannte Etchings sind an einigen Orten in München hinterlassen worden. Sie verätzen die Haut.

München - Sie sind hochgefährlich und können nur schwer entfernt werden: sogenannte Etchings. Was das ist? Schmierereien, die Unbekannte mit einer ätzenden Flüssigkeit vor allem auf Glas- oder Metalloberflächen und Rolltreppenverkleidungen sprühen. Wer die Stellen berührt, kann sich dabei sogar verletzen.

Solche Etchings haben Unbekannte nun an den U-Bahnhöfen Universität, Candidplatz, Böhmerwaldplatz, Karl-Preis-Platz, Dietlindenstraße, Lehel, Hauptbahnhof sowie am Goetheplatz hinterlassen. Der Sachschaden beträgt nach derzeitigen Schätzungen mehrere Tausend Euro. Und schlimmer noch: Polizei und Münchner* Verkehrsgesellschaft (MVG) warnen Fahrgäste und auch Mitarbeiter davor, die Graffiti anzufassen – sie bestehen wohl aus einer gefährlichen Säure. Aktuell ermittelt die Polizei noch, um welche Flüssigkeit es sich in diesen Fällen genau handelt.

Etchings in München: Säure ist besonders gefährlich, wenn sie noch nicht trocken ist

Die Säure scheint besonders gefährlich zu sein, wenn sie noch nicht getrocknet ist: Bei Hautkontakt kann sie Verätzungen hervorrufen und beim direkten Einatmen den Atemwegen schaden.

Die Flüssigkeit reagiert mit der Oberfläche und wirkt deshalb leicht verwaschen. Die MVG hat bei der Fahndung nach den Tätern eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt. Fahrgäste, die Auffälliges beobachten, sollen sich sofort an die Polizei wenden (089/29-100). - leo -*Merkur.de/bayern und *tz.de/muenchen sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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