Verrückte Sachen dabei

MVG-Versteigerung: Was in München so alles liegen bleibt - „Bei manchen Sachen fragt man sich schon“

Ritterhelm bei MVG-Auktion
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Sogar ein Ritterhelm war unter den Versteigerungsgegenständen.

Die Auktion der MVG-Fundsachen hatte so allerhand zu bieten. Unglaublich, was so mancher Fahrgast in den öffentlichen Verkehrsmitteln hinterlässt.

München – Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Zack! Mit viel Schwung landet der kleine Hammer auf dem Tisch und erzeugt den dumpfen Ton – und das am Mittwoch (6. Oktober) ganze 250 Mal. Die Münchner* Verkehrsgesellschaft (MVG) hat ihre Fundsachen versteigert – zum zweiten Mal nach Juni per Online-Live-Auktion.

Klamotten, Fahrräder, Cityroller, Schuhe, Handys, Spiele, Hygieneartikel und jede Menge Brillen und Regenschirme – das alles war in Bus oder Bahn* vergessen worden und hat jetzt einen neuen Besitzer. Nichts blieb übrig. Sogar ein handgemachter Ritterhelm aus Stahl war unter dem Hammer von Auktionator Markus Rockmann. Für 55 Euro wurde er versteigert.

„Bei manchen Sachen fragt man sich schon, wie die vergessen werden können“, sagt Rockmann. Interessant finde er zudem, welche Schicksale wohl dahinterstecken. In den meisten Fällen wird man das allerdings nie erfahren. Doch zumindest landen die Waren so nicht im Müll, sondern bekommen noch mal eine neue Verwendung. Knapp 600 Bieter waren am Mittwoch (6. Oktober) von 11 bis 14 Uhr online mit dabei.

München: Auch wahre Schnäppchen unter den versteigerten MVG-Fundsachen

„Uns hat’s gut gefallen, es war sehr spannend“, sagt Robert Gräcmann, Leiter des MVG-Fundbüros an der Elsenheimerstraße (Westend). Viele Konvolute - also Sammlungen - von Handys, Schirmen und Klamotten, gab’s diesmal zu ersteigern. Manches war für Gräcmann dann doch überraschend. So gingen ein dutzend Regenschirme manchmal für acht, manchmal für 35 Euro weg. Zudem gehe der Preis immer rauf, wenn Apple oder FC Bayern* draufstehe.

Aber auch wahre Schnäppchen seien dabei gewesen: wie eine Valentino-Tasche für 120 Euro und eine Tasche mit Utensilien aus dem BMW-Shop für 360 Euro (Warenwert über 730 Euro). Die nächste Auktion soll kommendes Jahr zwischen Pfingsten und den Sommerferien stattfinden. Gräcmann verspricht: „Es wird eine bunte Mischung geben.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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