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Fahrgast-TV geht in hunderten Bussen auf Sendung: MVG-Chef hofft nach Corona-Tief auf Einnahmen

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Von: Cornelia Schramm

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Links die Information, rechts die Unterhaltung: In Zukunft läuft das „Fahrtgast-TV“ der MVG auch im Bus.
Links die Information, rechts die Unterhaltung: In Zukunft läuft das „Fahrtgast-TV“ der MVG auch im Bus. © Achim Frank Schmidt

In der U-Bahn macht das Infotainment-Angebot der Münchner Verkehrsgesellschaft dem Smartphone schon Konkurrenz. Jetzt wird auch in den Bussen nachgerüstet.

München - Hat der FC Bayern das Spiel eigentlich gewonnen? Wer das wissen will und gerade U-Bahn* fährt, muss das Handy schon lange nicht mehr zücken. Das Ergebnis flimmert dort genauso wie Haltestellen, Anschlusszüge oder Verspätungen über die Bildschirme. Das „Fahrgast-Fernsehen“ der MVG hat aber auch Nachrichten, unnützes Wissen und Kulturtipps im Programm – und wird künftig auch im Bus laufen.

„Nach den U- und Trambahnen rüsten wir jetzt in den nächsten Wochen auch 650 Busse mit Bildschirmen aus“, sagt Ingo Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der MVG. „Wir können unsere Fahrgäste so ideal über Fahrplanänderungen informieren. Baustellen wird es immerhin auch 2022 wieder viele geben.“ Umfragen hätten gezeigt, dass bis zu 90 Prozent der Fahrgäste das Infotainment, also das Angebot aus Information und Unterhaltung, nutzen. „Eine Sendeschleife dauert 15 Minuten, und so lange bleibt ein Fahrgast im Durchschnitt auch an Bord“, sagt Wortmann.

München: MVG will Bus-Fahrt durch Infotainment kurzweiliger machen

880 000 Euro investiert die MVG in die neuen Bildschirme. Das Berliner Unternehmen mcR&D vermarktet sie unter dem Namen „Münchner* Fenster“ – immerhin können Firmen hier auch Werbung schalten. Am Umsatz wird die MVG beteiligt. „Nach den Ausfällen in der Corona-Zeit müssen wir jedem Euro hinterlaufen“, sagt Wortmann. „Durch die Werbeeinnahmen können wir die Bildschirme nicht nur refinanzieren, sondern auch daran verdienen.“

Hofft auf Einnahmen: MVG-Chef Ingo Wortmann
Hofft auf Einnahmen: MVG-Chef Ingo Wortmann © Achim Frank Schmidt

Das Bundesverkehrsministerium hat die Beschaffung der Hardware im Rahmen des Soforthilfeprogramms „Saubere Luft“ gefördert. „Ohne diesen Fallschirm hätten wir bestimmt nicht 650 Busse nachrüsten können“, so Wortmann. - *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Der MVV plant Fernsehen in der U-Bahn:In jedem der 520 Wagen sollen bald mehrere Bildschirme Informationen, Unterhaltung und Werbung bieten. Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.

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