OB-Kandidatin wütet über S-Bahn-Chaos: Hiobsbotschaft am Tag darauf - eindringliche Warnung an Pendler

OB-Kandidatin wütet über S-Bahn-Chaos: Hiobsbotschaft am Tag darauf - eindringliche Warnung an Pendler

Stadtrat verweist auf Klimaschutz

Der Zukunftsplan für die U-Bahn: Drei Linien sollen verlängert werden

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Haben wohl bald weitere Strecken vor sich: Die Züge der U-Bahn-Linien U3, U4 und U5 sollen Verlängerungen bekommen.

Gleich drei U-Bahn-Strecken winken Verlängerungen. Dafür kämpfen die CSU und Bürgermeister Manuel Pretzl. Das soll aber nur der Anfang des klimafreundlichen Projekts sein.

  • Diverse U-Bahn-Strecken sollen verlängert werden - die CSU hat Pläne für die U3, die U4 und die U5.
  • Es geht um ein zukunftsfähiges Ausbaukonzept bis ins Jahr 2030.
  • Auch der Aspekt Klimaschutz wird bei dem Projekt in die Vordergrund gerückt.

München - Bei der U-Bahn soll mehr Zug rein! Das fordern CSU und Bürgermeister Manuel Pretzl in einem Antragspaket. Unter anderem soll die U3 von Moosach über Allach nach Freiham verlängert werden. Ferner sind neue Trassen für die U4 bis nach Aschheim und die U2 bis nach Heimstetten gewünscht.

Die U-Bahn ist das Rückgrat des Münchner Nahverkehrs! Von den 596 Millionen Fahrgästen im Jahr 2018 fuhren 413 Millionen mit den Zügen durch Münchens Untergrund. Mit den neuen C-Zügen lassen sich bis zu 1000 Menschen auf einmal transportieren, die Tram schafft 215, der Bus knapp über 100. Neue U-Bahn-Trassen sind allerdings auch die teuerste Variante zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Die U3 soll bis nach Freiham ausgebaut werden.

U-Bahn-Strecken sollen verlängert werden: CSU-Bürgermeister spricht von „zukunftsorientierter Verkehrsplanung“

Setzt auf „zukunftsorientierte Verkehrsplanung“: Bürgermeister Manuel Pretzl hat sich dem U-Bahn-Projekt verschrieben.

CSU-Bürgermeister Pretzl sagte der tz: „Es war ein historischer Fehler von Grünen und SPD, die Planung neuer U-Bahn-Linien in den 90er-Jahren komplett einzustellen. Wir haben diese fatale Fehleinschätzung 2014 revidiert und den U-Bahn-Bau wieder angekurbelt. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass diese zukunftsorientierte Verkehrsplanung mit Nachdruck weitergeführt wird.“

Der Bau von U-Bahn-Linien habe einen langen planerischen Vorlauf und ist kosten- und personalintensiv. „Aber wer diesen Aufwand scheut, versündigt sich an der Mobilität von morgen.“

Video: Es gab auch Pläne, Linie U9 zu erweitern

U-Bahn-Strecken sollen verlängert werden: Viel zu tun auf der Linie U5

Neben den neuen Trassen greift die CSU auch den Wunsch nach einer Verlängerung der U5 von Neuperlach-Süd bis Ottobrunn/Taufkirchen auf. Der Landtag hatte vor Kurzem ebenfalls dafür gestimmt. Überdies sieht die Münchner CSU Nachholbedarf bei der Verlängerung der U5 von Pasing bis nach Freiham. Die Planung soll bereits jetzt angegangen werden - parallel zum Bau der Trasse vom Laimer Platz bis nach Pasing.

Generell wird die Verwaltung aufgefordert, ein zukunftsfähiges Ausbaukonzept für die U-Bahn bis zum Jahr 2030 vorzulegen. Um den Ausbau des Streckennetzes zu beschleunigen, sei obendrein eine aktualisierte Personalplanung notwendig, die von der Verwaltung ausgearbeitet und dem Stadtrat vorgestellt werden soll.

Die U4 fährt künftig bis nach Heimstetten.

U-Bahn-Strecken sollen verlängert werden: „Jeder Euro unterstützt den Klimaschutz“

Stadtrat Sebastian Schall (CSU) sagte der tz: „Investitionen in den ÖPNV zahlen sich doppelt aus. Jeder Euro unterstützt den Klimaschutz und hält die Stadt am Laufen. Wir haben es geschafft, die U-Bahn-Planung nach langem Dornröschenschlaf wieder zum Leben zu erwecken.“ Umso wichtiger sei es, weiter die Schlagzahl zu erhöhen.

Der Verkehrsinfarkt durch die steigende Zahl an Pendlern könne nur durch eine frühzeitige Planung verhindert werden. „Durch die Erweiterungen wird zudem sichergestellt, dass wir auch künftig schnell von A nach B kommen.“

Die U5 verbindet in Zukunft Taufkirchen und Ottobrunn.

Bezüglich der geplanten Verlängerung der S7 von Wolfratshausen nach Geretsried sollen die Bürger im Januar über die konkreten Pläne informiert werden. Nach dem Todes-Drama in einem ICE auf dem Weg nach München wird heftige Kritik an der Bahn und den Fahrgästen laut. Im Sommer 2020 droht wegen der Vollsperrung zweier U-Bahn-Linien ein Verkehrskollaps sowie ein Geisterbahnhof. Wegen einer irren Papier-Panne mussten viele MVG-Kunden länger als gewohnt auf ihre Tickets warten - immerhin wurde ihnen ein Versprechen gegeben.

Sascha Karowski

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