Traumurlaub in Havanna 

Nach dreifachem Beinbruch im Urlaub: Einigung mit Münchner Reiseveranstalter 

Das rechte Bein von Mustafa Geckil brach dreifach. 
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Das rechte Bein von Mustafa Geckil brach dreifach. 

Eigentlich wollte Mustafa Geckil seinen Urlaub genießen, dann brach sich der 47-Jährige sein Schienbein. Nun die Einigung mit dem Münchner Reiseveranstalter. 

München - Es sollte ein Traumurlaub werden – doch schon am ersten Tag erlebte Mustafa Geckil (47) auf Kuba die Hölle im Paradies. Statt in Badehose am Strand lag der in Kassel wohnhafte Geckil eine Woche lang im Krankenhaus.

Nach dem Abendessen in dem Fünf-Sterne-Hotel an der Küste nahe der Hauptstadt Havanna ging der Lederwarenhändler mit seiner Frau Daimara am 9. Januar 2017 ins Hotel-Theater. Dort holte ihn ein als Clown maskierter Animateur auf die Bühne. „Ich wollte nicht, aber er hat mich einfach raufgezogen“, sagt Geckil. Dann kam es zu der verhängnisvollen Einlage: Zunächst nahm der Clown Anlauf und sprang dem 47-Jährigen in die Arme. Geckil setzte den leichtgewichtigen Animateur wieder sanft auf den Bühnenboden.

Nach schmerzhaftem Urlaub: Einigung mit Münchner Reiseveranstalter 

Doch Sekunden später lief ein anderer, offenbar korpulenter, Tourist auf ihn zu. Auch ihn sollte Geckil fangen. Dann knackste es in Geckils rechtem Bein. „Ich hoffte, dass es nur eine Zerrung ist“, erzählt Geckil im Gerichtssaal am Justizpalast. Doch Ärzte diagnostizierten einen dreifachen Bruch des Schienbeinkopfes. Nach einer Operation, bei der Geckil Schrauben und Platten eingesetzt wurden, lag der 47-Jährige eine Woche Krankenhaus.

Gestern kam es im Schmerzensgeldprozess zur Einigung mit dem Münchner Reiseveranstalter FTI. Für die alles andere als witzige Animationsstunde bekommt Geckil nun 5500 Euro.  

Lesen Sie auch: So dreist drückt sich in München ein Mercedes-Fahrer um seine Parkgebühren. 

joh

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