Unklar, was dahintersteckt

Weil „gellende Schreie“ durch Münchner Wohnhaus hallen: Nachbarn hängen kuriosen Zettel auf

Dieser Aushang in einem Wohnhaus im Glockenbachviertel wurde der tz.de-Redaktion zugespielt.
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Dieser Aushang in einem Wohnhaus im Glockenbachviertel wurde der tz.de-Redaktion zugespielt.

„Gellende Schreie“ haben in einem Wohnhaus im Münchner Glockenbachviertel für Wirbel gesorgt. Ein Nachbar zeigte sich nun auf einem Zettel ganz „besorgt“.

München - Mehrfamilienhäuser haben einen großen Nachteil: Sie sind oftmals ziemlich hellhörig. Das mussten nun auch mehrere Anwohner eines Hauses im Münchner Glockenbachviertel einmal mehr feststellen. Ein dort aufgehängter Zettel, dessen Inhalt wohl nicht ganz ernst gemeint zu sein scheint, sorgt nun für einige Belustigung.

München: „Gellende Schreie“ im Wohnhaus - genervter Nachbar hängt Zettel aus

Letzte Nacht, so schreibt es der Verfasser des Zettels, seien im Haus „gellende Schreie“ zu hören gewesen. Dies sei in den letzten Monaten häufiger vorgekommen. Möglicherweise, so rätselt der Verfasser ironisch, handele es sich dabei ja um eine bedrohte Person. In diesem Fall müsse man etwa unternehmen. „Bitte holen Sie sich Hilfe“, schreibt der wohl vom Lärm genervte Nachbar auf seinen Zettel. Und setzt gleich nach: „Falls nicht: Bitte um Rücksicht auf ihre Nachbarn.“

Bedrohung in Münchner Wohnhaus? „Gellende Schreie“ erzürnen Nachbarn - „Holen Sie sich Hilfe...“

Ganz offensichtlich hält der Nachbar eine Bedrohungssituation selbst nicht für realistisch. Viel eher ist davon auszugehen, dass er sich vom Liebesspiel seiner Nachbarn gestört fühlt. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein solch ein Nachbar per Zettel auf den Umstand aufmerksam machen möchte, dass sämtliche Nachbarn an dem freudigen Ereignis beteiligt werden.

Immer wieder kommt es vor, dass die Münchner lieber via Zettel kommunizieren, anstatt sich Auge in Auge mit ihren Nachbarn auseinanderzusetzen. Dies führte bereits mehrfach zu kuriosen Ereignissen.

Ob sich im Falle des neuen Vorfalls im Glockenbachviertel die richtige Person angesprochen fühlte, ist nicht überliefert. Sollte der Zettel-Verfasser allerdings in dem Haus wohnen bleiben, ist davon auszugehen, dass er nicht zum letzten Mal unfreiwillig am Privatleben seiner Nachbarn beteiligt wurde. kah

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