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Narren mit Auszeichnung

Narrhalla gegen Stadt: Irrer Streit um Valentin-Karlstadt-Preis

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Bekam den Valentin-Orden auch: der Alpenrocker Andreas Gabalier (r.)

Künftig soll es nach dem Willen der Stadt einen „Großen Valentin-Karlstadt-Preis“ geben. Grund sind die „wiederholten Fehlgriffe der Narrhalla bei der Verleihung ihres Karl-Valentin-Ordens“.

Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe“, hat der große Wilhelm Busch einst gesagt. Die Münchner Gesellschaft Narrhalla, dem Humoristen gewiss im Geiste zugetan, hätte das beherzigen können. Doch wie der Name vermuten lässt, ist man in diesem Verein zuallererst Narr und erst danach weise. Da fällt das Schweigen schwer. Und deshalb hat die Gesellschaft ein Statement herausgegeben zum Stadtratsbeschluss, dass es künftig einen „Großen Valentin-Karlstadt-Preis“ geben soll (wir berichteten). Die Überschrift: „Die Narrhalla sagt Danke“.

Das Thema ist pikant, denn beim Thema Valentin fühlt sich die Narrhalla, die seit bald 50 Jahren den „großen Karl-Valentin-Orden“ verleiht, als Platzhirsch – obwohl sie sich in den letzten Jahren wiederholt mit dem Vorwurf konfrontiert sah, bei der Auswahl der Ordensträger kapitale Böcke geschossen zu haben. Was Andreas Gabalier (2019), Heino (2015), Horst Seehofer (2014), die Klitschko-Brüder (2012), Edmund Stoiber (1996) und so mancher andere Ordensträger mit Karl Valentin gemein haben, vermochten immer weniger Außenstehende zu erkennen. Womöglich erschließt sich das nur unter der Narrenkappe.

„Wiederholte Fehlgriffe der Narrhalla“

Der neue städtische Preis jedenfalls wurde auf Antrag der Grünen erklärtermaßen geschaffen, um die Erinnerung an Valentin und Karlstadt von Verzerrungen zu befreien, die durch „die wiederholten Fehlgriffe der Narrhalla bei der Verleihung ihres Karl-Valentin-Ordens entstanden sind“.

Dafür ein „Danke“? Womöglich versteht die Narrhalla doch mehr vom Wesen des Querdenkers und Sprachakrobaten Valentin, als man ihr zutraut. Ein deftiges „Ja, dankschön!“ kann im Bairischen schließlich auch vehementen Widerspruch ausdrücken. Und ein bisserl Gift hat die närrische Gesellschaft dann doch in ihr Statement fließen lassen. Etwa die beiläufige Bemerkung, dass die Stadt lange nicht zu Valentin gestanden habe. Und dann rücken die Narren die Welt wieder ins Lot: „Die Narrhalla hält weiter an der Ordensverleihung fest und freut sich über diese ergänzende Wertschätzung für das Duo“, schreiben sie. Der städtische Preis: eine Ergänzung, mehr nicht.

Abschließend zitiert die Narrhalla den großen Karl Valentin selbst: „Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.“ Bleibt die Frage, welcher Seite das Statement zuzuordnen ist. Wer’s weiß, dürfte heißer Aspirant für den Valentin-Orden 2020 werden.

Der umstrittene Volksrocker Andreas Gabalier verändert sich äußerlich immer mehr. Das zeigt ein neues Urlaubsfoto auf Instagram. Immer mehr Fans machen sich Sorgen um ihr Idol.

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