Eine Wohnung nur fürs Feiern

München: Neue Partylocation - Das steckt hinter der Fassade

Das neue Werk12 im Münchner Werksviertel: Im Erdgeschoss gibt es drei öffentliche Clubflächen
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Das neue Werk12 im Münchner Werksviertel: Im Erdgeschoss gibt es drei öffentliche Clubflächen.

Das Werksviertel am Münchner Ostbahnhof hat eine neue Feierlocation. Für die oberste Etage gibt es einen besonderen Plan: Ein Privatmann will eine riesige Party-Wohnung einrichten

München - AAHHH, PUH, HIHI, WOW – das neue Gebäude namens Werk12 im Werksviertel am Ostbahnhof ist ein echter Hingucker. Im Bauwerk steckt jedoch noch viel mehr als die Comic-Sprache auf der Fassade. Im vierten Stock mit sensationellem Blick über die Stadt wurde am Donnerstagabend die Einweihung des ungewöhnlichen Neubaus gefeiert. 

Auch künftig soll dort oben wohl kräftig Party gemacht werden. Wie Eigentümer und Investor Werner Eckart auf Nachfrage erzählte, will „ein Privatmann dort eine riesige Party-Wohnung einrichten“. Weitere Details zu Kaufpreis oder Größe verriet er nicht.

Werk12 am Ostbahnhof: Neues Zuhause für Klubs und Fitnesscenter

Im Erdgeschoss gibt es drei öffentliche Clubflächen. Die „Gin City“ hat schon eröffnet, im Dezember soll der „Schlagergarten“ einziehen. Obendrüber erstreckt sich auf drei Etagen das Fitnesscenter „body+soul“, in dem es unter anderem einen 25 Meter langen Swimmingpool gibt.

Hier im vierten Stock wurde Werk12-Eröffnung gefeiert. Künftig will ein Privatmann dort eine Party-Wohnung einrichten.

Der Entwurf des Neubaus stammt vom Architekturbüro MVRDV aus Rotterdam, das als eines der erfolgreichsten niederländischen Architekturbüros gilt. Begeistert vom Holland-Pavillon auf der Hannover-Expo 2013, holte Eckart sie in sein Viertel. Das neue Werk 12 ist von diesem Pavillon inspiriert mit doppelten Raumhöhen, rundum verglast und mit umlaufenden Balkonen von über drei Metern Tiefe. Eine weitere Besonderheit ist die außenliegende Erschließung. 

Fassade des Werk12: Eine Hommage an Graffiti-Kultur

Das i-Tüpfelchen ist jedoch die Gestaltung der Fassade. Das Konzept für die rund fünf Meter hohen Buchstaben stammt von den Münchner Künstlern Beate Engl und Christian Englmann. In Anlehnung an die Comic-Sprache werden Emotionen und Ausdrücke dargestellt, die Anstrengung, Begeisterung und Freude wiedergeben. „Diese Worte sind international, sie funktionieren in Deutsch wie in Englisch und werden nie alt“, sagt Englmann. Es ist auch ein Tribut an die Graffiti-Kultur.

Bei Dunkelheit entwickelt das Gebäude in dem Trendviertel, das die Zukunft des Lebens, Arbeitens und Wohnens austesten will, ganz besonderen Charme. Durch die offene Bauweise, die beleuchtete Fassade und das bunte Licht der Buchstaben ergibt sich ein Lichtspektakel. „Es ist ein wertvoller Brillant auf dem Gelände“, freut sich Eckart. Aber auch ein besonders teurer: Es hat 38 Millionen Euro gekostet, die fünf Geschosse mit 7700 Quadratmetern zu bauen.

Kürzlich ging nach einem Brand am Riesenrad „Hi-Sky“ im Werksviertel nichts mehr. 14 Menschen saßen fest, die Feuerwehr musste zu einem Trick greifen.

Carmen Ick-Dietl

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