Stadt will drei Gemeinschaftseinrichtungen

Neue Quartiere für Flüchtlinge geplant

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Tag für Tag kommen mehr Flüchtlinge nach München.

München - Die Stadt will noch in diesem Jahr drei weitere Gemeinschaftseinrichtungen für Asylbewerber eröffnen - für je 250 Menschen.

 Das berichteten Bürgermeisterin Christine Strobl und Sozialreferentin Brigitte Meier nach einem Runden Tisch mit der Regierung und den Bezirksausschüssen am Dienstag. Damit will die Stadt der Regierung von Oberbayern helfen, die Überbelegung in der Bayernkaserne abzubauen. Dort waren Anfang der Woche 1867 Asylbewerber unterbracht.

Mit den Außenstellen der Erstaufnahmeeinrichtung in der Baierbrunner Straße und der St. Veitstraße betreut der Freistaat derzeit 2062 neu angekommene Flüchtlinge. Die Kaserne steht nur bis Ende 2016 zur Verfügung. In der Funkkaserne will der Staat bald 300 Asylbewerber unterbringen, eine weitere Unterkunft im Euro Industriepark soll 600 Menschen beherbergen. Und in der McGraw-Kaserne ist ein weiteres Quartier angedacht.

Auch in Deggendorf, Regensburg, Bayreuth, Unterfranken und Schwaben sind weitere Erstaufnahmestellen für je 600 Menschen geplant.

Dazu kommen in München zehn Gemeinschaftsunterkünfte, in denen die Asylbewerber untergebracht werden, wenn sie die Erstaufnahme verlassen. Dort leben derzeit 1026 Menschen. Zwei dieser Lager müssen aber bald geräumt werden, weil die Verträge auslaufen. Außerdem muss das städtische Jugendamt 140 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beherbergen, alleine 90 von ihnen leben im ehemaligen Parkhotel auf der Theresienhöhe, andere in der Bayernkaserne.

Um die Bayernkaserne zu entlasten plant die Stadt nun die drei neuen Lager. Wo diese entstehen, wollten Meier und Strobl nicht sagen, „zuerst wollen wir die Bezirksausschüsse informieren.“

Darüber hinaus plant die Stadt auch schon eine neue Unterkunft in der Nailastraße in Perlach mit 300 Plätzen, wo es bereits Bürger gibt, die eine Online-Petition dagegen gestartet haben. Außerdem wird derzeit eine Notschlafstelle für Asylbewerber mit 80 Betten in der ehemaligen Hausmeisterstelle der Gewofag an der Rosenheimer Straße eingerichtet.

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