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München hat einen neuen Mörderjäger: „Spannende und herausragende Tätigkeit“

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Von: Laura Felbinger

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Kriminalrat Stephan Beer (43) kennt München wie seine Westentasche.
Kriminalrat Stephan Beer (43) kennt München wie seine Westentasche. © Jens Hartmann

Er ist der neue Top-Ermittler bei Mordfällen: Seit Beginn des Monats ist Stephan Beer Leiter des Kommissariats 11. Der Mann mit steiler Karriere spricht über seine Aufgabe.

München - „Ich lebe gerne in der Theorie. Schließlich geht es um Menschenleben“, sagt der ruhige Münchner. Lieber hätte er also im neuen Job nichts zu tun. In der Praxis geschehen aber auch in München* schwere Verbrechen – und die sind jetzt Beers Schwerpunkt. Auf die neue Aufgabe freut er sich auch: „Es wird eine spannende und herausragende Tätigkeit, der ich auch mit dem nötigen Respekt begegne.“

Noch brauche er ein wenig Zeit, um sich einzuarbeiten. Dann gilt es mitunter auch Fälle zu lösen, die der Polizei seit Jahren Rätsel aufgeben – darunter etwa der Isarmord. Am 28. Mai 2013 wurde Domenico L. (31) an der Erhardtstraße von einem Unbekannten erstochen. Der junge Italiener wollte seine Verlobte verteidigen, als der Fremde sie beleidigte – seine Courage musste er mit dem Leben bezahlen. Der Täter wurde nie gefasst.

Münchens Leiter der Mordkommission: Neuer Mann mit steiler Karriere

Diese und weitere Mordrätsel beschäftigen jetzt Stephan Beer. Der kennt die Stadt wie seine Westentasche. Hier ist der Kriminalrat geboren und aufgewachsen. 1996 begann er die Ausbildung im mittleren Dienst. Seither hat er eine steile Karriere hingelegt. Zunächst hat er im Zentrum der Stadt den Alltag eines Münchner Streifenpolizisten kennengelernt – bei der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt). Später war er Gruppenführer bei der Ersten Einsatzhundertschaft.

Von 2008 bis 2010 absolvierte Beer das Studium zum Aufstieg in den gehobenen Dienst – heute nennt sich das „dritte Qualifikationsebene“. Anschließend hat er mehrere Stationen durchlaufen. Unter anderem war er stellvertretender Zugführer, Dienstgruppenleiter sowie Sachbearbeiter in der Unterabteilung E3 (Verbrechensbekämpfung).

München: Leiter der Mordkommission - Stephan Beer war auch schon beim LKA

Auch ein Abstecher ins Bayerische Innenministerium 2014 ist Teil seiner Vita. Im Rahmen des Förderverfahrens zum Aufstieg in die vierte Qualifikationsebene - ehemals höherer Dienst - war Beer unter anderem sechs Monate beim Landeskriminalamt (LKA). Dort war er für Cybercrime zuständig. Beim Münchner Polizeipräsidium* hat Beer schon Erfahrung als Leiter eines anderen Kommissariats: Das K15 ist zuständig für Sexualdelikte.

Und nun? „Ich möchte erst einmal meinen Kollegen über die Schulter schauen“, sagt Beer. Unter sich hat er nun 25 Beamte und fünf zusätzliche Unterstützungskräfte. Beer: „München ist zwar eine sichere Stadt, aber auch hier gibt es viel zu tun.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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