Neue Optik für die U6

Nächster Halt Betonbunker! Grau in Grau - so soll der neue U-Bahnhof Giselastraße aussehen

Grau in grau: So soll die U-Bahn-Station Gisela­straße nach der Sanierung ­aussehen
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Grau in grau: So soll die U-Bahn-Station Gisela­straße nach der Sanierung ­aussehen

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will bei der Sanierung des U-Bahnhofs Giselastraße erstmals ein standardisiertes Verfahren einsetzen, das dann auch Anwendung für die Instandsetzung der übrigen Haltestellen entlang der U6 finden soll.

  • Der U-Bahnhof Giselastraße in München (Schwabing) muss saniert werden.
  • Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat ihre Pläne jetzt vorgestellt.
  • In Zukunft soll der U-Bahnhof und andere nämlich aus dem Baukasten kommen.

Update 1. Februar, 11.48 Uhr: Die Reaktionen zu dem neuen Gestaltungskonzept der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) im U-Bahnhof Giselastraße fallen alles andere als begeistert aus. Auf Social Media machen sich Nutzer über die Pläne lustig: „Sind die besoffen? Es gibt so schöne U-Bahnhöfe in München“, schreibt etwa ein Facebook-User.

Ein anderer: „Was für eine warme Atmosphäre ich fühl mich direkt eingeladen ...ähhhhhhm nicht! Das wirkt depressiv tot und kalt aber passt ja zur Lage im Moment.“ Ein weiterer Kommentator auf Facebook schreibt: „Sieht aus wie im Knast. Ohne jegliche Wärme, ohne einen klitzekleinen Funken Schönheit. Da sehen ja die U-Bahnstationen in New York noch schöner aus.“

U-Bahnhof Giselastraße in München soll neu gestaltet werden

Erstmeldung vom 26.01.: München - Der U-Bahnhof Giselastraße soll neu gestaltet werden –und die Ausführung gleichzeitig Blaupause für die übrigen sanierungsbedürftigen U-Bahnhaltestellen der Linie U6 sein. Die Stadtgestaltungskommission hat sich Dienstag mit entsprechenden Plänen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) befasst. Die beauftragten Architekten, Allmann Sattler Wappner aus München, hatten bereits die Neugestaltung des Sperrengeschosses Marienplatz übernommen.

München: Zukunft nur noch U-Bahnhof aus dem Baukasten

Bei den bekannten Erneuerungsprojekten der MVG gab es in der Regel jeweils ein individuelles Gestaltungskonzept, beispielsweise am Sendlinger Tor*. Bei künftigen Vorhaben soll ein standardisiertes Gestaltungskonzept zur Anwendung kommen. Ein Ansatzpunkt ist dabei, teilweise auf Decken- und Wandverkleidungen zu verzichten. Gleichwohl wird es auch weiterhin eine reduzierte, eben standardisierte Gestaltung geben, um ein ansprechendes Erscheinungsbild zu gewährleisten.

U-Bahnhof Giselastraße in München

Bei der Sanierung des U-Bahnhofs Giselastraße soll dieses neue Verfahren erstmals angewendet werden, weil die Haltestelle im Sanierungsplan an der Reihe ist. Das Gesamtkonzept umfasst brandschutztechnische Modernisierungen und Verbesserungen bei der Sicherheit sowie bei der Barrierefreiheit. Rückstände von Schadstoffen sollen entfernt werden, außerdem werden Bauelemente ausgetauscht oder instand gesetzt, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben.

U-Bahnhof-Giselastraße in München. Das Sperrengeschoss soll ebenfalls modernisiert werden.

In einer Machbarkeitsstudie für die U-Bahnstation Giselastraße werden einzelne Gestaltungselemente definiert. Dabei geht es um Material sowie die Ausgestaltung von Böden, Wänden, Decken und Stützen. Ferner werden Beleuchtungen untersucht. Außerdem umfasst die Studie Ausstattungselemente wie Sitzgruppen, Infovitrinen, Beschilderung, Entwerter und Vorschläge für neue Vermarktungsflächen. Beim Licht soll beispielsweise ein Gerüst aus LED-Bändern eingesetzt werden. Der Stationsname soll weiß und aus hochreflektierendem Material sein, Sitzelemente aus Edelstahl.

U-Bahn in München feiert 50. Geburtstag - deswegen soll systematisch vorgegangen werden

Die geplante Systematisierung und Standardisierung von Sanierungen oder Erneuerungen ist laut MVG geboten, weil eine ganze Reihe von Projekten ansteht. 2021 feiert die U-Bahn in München immerhin ihren 50. Geburtstag. Aufwand und Kosten dieser Arbeiten sollen dabei im Rahmen bleiben – sowohl beim Bau als auch beim Unterhalt. 

Kein Schmuckstück: Der U-Bahnhof-Giselastraße muss saniert werden.

München Tram 23 - Dreieinhalb zusätzliche Kilometer für die Tram

Die Verlängerung der Tram 23 in den Münchner Norden nimmt weiter Gestalt an. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wird am Donnerstag erste Details für die neue Trasse vorstellen, die voraussichtlich dreieinhalb Kilometer lang sein wird. Sie soll vom bisherigen Endpunkt „Schwabing Nord“ bis zum Kieferngarten verlängert werden, um unter anderem das neue Wohngebiet Bayernkaserne zu erschließen. Die Stadt kalkuliert dort derzeit mit rund 5.500 neuen Wohnungen für 15.000 Menschen. Überdies sollen zwei Schulstandorte, Kindertagesstätten, soziale Einrichtungen und Geschäfte entstehen. In Milbertshofen plant der Automobilhersteller BMW den Ausbau seines Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) auf dem Areal der früheren Kronprinz-Rupprecht-Kaserne mit rund 15.000 zusätzlichen Angestellten. Wie berichtet, hatte der Stadtrat Anfang 2019 unter anderem beschlossen, die Linie 23 bis zum Kieferngarten zu verlängern. Dazu sollen sechs neue Stationen entstehen. Außerdem ist ein Brückenbauwerk über den Bahn-Nordring geplant, gleich nördlich des Frankfurter Rings. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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