Auffälligkeiten bei Organvergabe

Wissenschaftsminister weist Kritik zurück

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In dieser Klinik ging es bei der Organvergabe zu, wie in Göttingen.

München - Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hat die Kritik der Bundesärztekammer wegen des neuen Organspende-Verdachts in München zurückgewiesen. „Fakt ist: Das Klinikum hat die Bundesärztekammer von sich aus informiert.

Es ist alles weitergegeben worden“, sagte Heubisch am Donnerstag in Erlangen. Am 24. August habe sich das Klinikum Rechts der Isar an das Ministerium gewandt. Daraufhin sei das Klinikum aufgefordert worden, umgehend Staatsanwaltschaft und Bundesärztekammer einzuschalten. Die Öffentlichkeit habe man herausgehalten, weil man der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen überlassen habe, sagte Heubisch.

Ärztekammerpräsident Frank-Ulrich Montgomery hatte zuvor im Bayerischen Rundfunk die bayerischen Behörden kritisiert: „Mich irritiert sehr, dass aus der bayerischen Staatsregierung vor einiger Zeit vermeldet worden war, dass man die bayerischen Programme überprüft und nichts gefunden habe.“ Die neuen Auffälligkeiten zeigten einmal mehr, dass eine unabhängige Kommission der Selbstverwaltung wahrscheinlich „genauer und besser prüft, als eine reine Kommission der betroffenen Ministerien“.

Bundesärztekammer kritisierte die bayerischen Behörden

Nach dem neuen Verdacht auf Manipulationen bei der Organvergabe - diesmal in einem Münchner Krankenhaus - kritisiert die der Bundesärztekammer die bayerischen Behörden.

„Mich irritiert sehr, dass aus der bayerischen Staatsregierung vor einiger Zeit vermeldet worden war, dass man die bayerischen Programme überprüft und nichts gefunden habe“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Frank-Ulrich Montgomery am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

Die Auffälligkeiten im Münchner Klinikum rechts der Isar zeigten einmal mehr, dass eine unabhängige Prüfung durch eine Kommission der Selbstverwaltung wahrscheinlich „genauer und besser prüft, als eine reine Kommission der betroffenen Ministerien“.

Im Münchner Klinikum seien die Wartelisten für Lebertransplantationen überprüft worden, bestätigte Montgomery. Dabei habe sich ein Anfangsverdacht ergeben.

„Es geht in etwa in die Richtung wie in Göttingen und Regensburg.“ Dort soll ein Oberarzt die Labordaten seiner Patienten gefälscht haben, damit diese schneller eine neue Leber bekamen.

dpa

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