Wolkenkratzer in Neuhausen?

Der Turmbau zu München: Spektakuläre Hochhaus-Pläne für die Paketposthalle

Neue Hochhäuser für München? So könnte es in Zukunft an der Friedenheimer Brücke aussehen (Visualisierung).
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Neue Hochhäuser für München? So könnte es in Zukunft an der Friedenheimer Brücke aussehen (Visualisierung).

Bekommt München neue Hochhaustürme? Die Paketposthalle wird umgestaltet - dort könnten Wolkenkratzer in die Höhe schießen.

München - Die städtische Lokalbaukommission beschäftigt sich erneut mit zwei Türmen in München*. Vor allem der Neubau an der Paketposthalle ist dabei umstritten.

Die Planer von Herzog & de Meuron möchten nordöstlich der Friedenheimer Brücke (Neuhausen*) zwei 155 Meter hohe Türme errichten. Geplant ist neben den Riesen ein neues Quartier mit 1200 Wohnungen und 3000 Arbeitsplätzen.

Während des laufenden Bebauungsplanverfahrens hatte es bereits mehrere stadtinterne Workshops und Abstimmungstermine mit diversen Fachdienststellen und Behörden gegeben. Die Ergebnisse flossen in die Überarbeitung des Masterplans ein. Der aktuelle Zwischenstand wird am 16. Juni dem Stadtrat bekannt gegeben und soll die planerische Grundlage des Bürgergutachtens darstellen, welches in der zweiten Jahreshälfte 2021 durchgeführt wird.

Siemens-Hochhaus an der Baierbrunner Straße wird grunsaniert

Nicht neu gebaut, dafür aber grundsaniert, wird das Siemens-Hochhaus an der Baierbrunner Straße. Der Komplex steht seit Jahren leer, nun soll er wieder für Büros genutzt und um zwei kleinere Nebengebäude ergänzt werden. Mit der vom Investor vorgesehenen Neugestaltung der Fassade des 75 Meter hohen Turms befasst sich die Stadtgestaltungskommission erneut. Die Planer hatten nach der ersten Sitzung den Entwurf überarbeitet und legen ihn nun dem Gremium wieder vor. Dies hatte unter anderem den Nutzen des südlichen Pavillons in Frage gestellt. Zudem hatte es wegen der neuen Fassade Diskussionen mit Denkmalschützern und Heimatpflegern gegeben. Ergebnis: Die Fassadengestaltung wird überarbeitet.

In München stehen aber noch weitere Turmprojekte an. Auf einer Brachfläche der Deutschen Bahn zwischen dem Ostbahnhof und dem Leuchtenbergring sollen die „Orleanshöfe“ entstehen. Konkret geht es um 460 Wohnungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Kindertageseinrichtungen. Zudem ist ein 45 Meter hohes Hotel geplant, was vor allem bei Lokalpolitikern umstritten ist. Die würden es lieber sehen, wenn am Haidenauplatz noch mehr Wohnungen gebaut würden.

Künstler-Hochhaus mit 100 Ateliers im Domagkpark?

Im Domagkpark könnte in den nächsten Jahren ein Künstler-Hochhaus mit 100 Ateliers errichtet werden. Der Plan stammt von Benedict Esche und sieht einen 17-stöckigen und 60 Meter hohen Turm vor. „Meine Idee soll einen sichtbaren Leuchtturm für die Künste am Eingang zur Stadt schaffen.“ Auf der Spitze des Turms will er eine Ausstellungsfläche nebst Bar platzieren.

Ganz was Neues wollte man an der Schwanthalerhöhe hochziehen: Heimeran sollte es heißen. Ein futuristischer Turm, architektonisch verspielt und modern. Jedoch: „Zu verdreht“ lautete das Urteil der Stadtgestaltungskommission. Es musste also nachgebessert werden. Das Heimeran wird also als braves Gebäude in die Höhe wachsen. Natürlich sagen die Projektentwickler trotzdem: „Für uns ist der Heimeran ein ganz besonderes Stadtentwicklungsprojekt.“ SASCHA KAROWSKI - *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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