Auf dem Allianz-Areal in Neuperlach

Neues Münchner Projekt rettet Lebensmittel – sie werden in einem 100-Plätze-Restaurant kredenzt

Lebensmittel in Tonne
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Lebensmittelverschwendung (Symbolbild)

In dem riesigen Haus in Neuperlach ist noch mehr geplant. Bereits am 25. September ist Eröffnung. Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen.

München - Lebensmittel retten und dabei Menschen zusammenbringen: Diese Idee wird in Neuperlach Wirklichkeit. Dort entsteht in der ehemaligen Kantine der Allianz die erste Community Kitchen der Stadt. Das Sozial-Restaurant ist das neue Herzensprojekt von Günes Seyfarth. Dass sie eine wahre Macherin ist, hat die 41-Jährige schon oft bewiesen. Als Gründerin der Giesinger Kita Karl & Liesl, Entwicklerin der Erfolgs-App Mamikreisel und Initiatorin des Food-Sharing-Vereins.

Ihre Erfahrungen bündelt sie nun zu etwas Großem: Die Community Kitchen ist ein Lokal, in dem Profi-Köche aus geretteten Lebensmitteln Köstlichkeiten zaubern – gleichzeitig aber auch eine Großküche, in der Freiwillige mithelfen. Außerdem ist sie ein Ort, in dem Jung und Alt zusammen essen und Zeit verbringen.

Lebensmittel retten in München: Freiwillige Helfer gesucht

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: „Am 25. September feiern wir Eröffnung“, sagt Seyfarth, die für dieses Projekt zusammen mit sieben Mitstreitern eine GmbH gegründet hat, um Personal einstellen zu können. Die Gemeinnützigkeit soll kommen. Über Crowdfunding wurden Spenden gesammelt – dabei kamen über 25.000 Euro zusammen. Außerdem hat die Umgestaltung der Kantine zu einem Wohnzimmer mit Freiwilligen schon begonnen. Wer helfen will, ist an jedem August-Sonntag von 10 bis 13 Uhr willkommen (mehr Infos auf com-kit.de).

Der Allianz-Komplex in der Fritz-Schäffer-Straße

Auf dem Allianz-Areal entsteht der zweitgrößte Bildungsstandort Münchens

„Hier ist alles perfekt“, sagt Seyfarth zum Standort. In dem riesigen Haus soll bis zum Abriss Münchens zweitgrößter Bildungsstandort mit ganz vielen Projekten und Akteuren enstehen.

Im Community-Kitchen-Restaurant, in dem Gerichte für fünf Euro angeboten werden, wird es 100 Plätze geben. Dahinter entsteht im ehemaligen Essens-Saal ein Ort zum Entspannen. In der Küche selbst bekommen die Profis Unterstützung von Helfern, die die Waren waschen, schnippeln und einkochen. Zum Beispiel dann, wenn 17 Paletten Lauch von ­einem großen Lebensmittelbetrieb angeliefert und sofort verarbeitet werden müssen. Hier wird tatsächlich groß gedacht…

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