München verliert Platz 1 der "lebenswertesten Städte der Welt“

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Traumhaft schön: München.

München - Was ist passiert? Die Macher der Zeitschrift „Monocle“ erklären sich nicht. Fest steht: Sie haben München nicht mehr wie im vergangenen Jahr auf Platz eins der „lebenswertesten Städte der Welt“ gesetzt.

Die Isarmetropole rutschte auf den undankbaren vierten Platz ab. Oben aufs Stockerl kam dieses Mal Helsinki, es folgen Zürich und Kopenhagen.

Bei genauem Hinsehen erkennt man freilich, was München den Spitzenplatz gekostet haben könnte: Diesmal hat das Team um „Monocle“-Chef Tyler Brûlé Bonuspunkte für Städte vergeben, die nicht schon um 22 Uhr die Bürgersteige hochklappen und eine besondere Balance zwischen traditioneller Architektur und zukunftsweisender Planung an den Tag legen. Nicht, dass in München abends überhaupt nichts los wäre. Aber wer weiß, wie Helsinki brummt? Und was die wegweisende Planung betrifft: Mit dem Arnulfpark und Freiham kommt man schwer an die Weltspitze.

Beeindruckende Bilder: So sieht München vom ADAC-Turm aus

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Andere Aspekte scheinen in diesem Jahr eine weniger große Rolle gespielt zu haben. Normalerweise zählen für den „Quality of Life“-Index bei „Monocle“ neben der Sichtweise vielbeschäftigter „City-Hopper“ Kriterien wie Sonnenstunden, Grünflächen oder die Möglichkeiten, im Sommer draußen zu sitzen. Da sollte München im Vergleich zu Helsinki eigentlich die Nase vorn haben.

Schon regt sich Kritik – freilich nicht in München, sondern in London. „Financial Times“-Autor Edwin Heathcote mokierte sich jüngst darüber, dass ständig kleinere Städte wie München als besonders lebenswert gelten: „Was? Kein New York? Kein London? Kein Los Angeles oder Hongkong? Keine der reichsten, glitzerndsten, schnellsten oder schönsten Städte?“ Dem kann man nur entgegen halten: Wer braucht schon den Smog in L.A. und die Rush Hour in London, wenn er Münchner Radl-Rambos haben kann?

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